Es war kein gewöhnlicher Einsatz für Beamte der Polizeiinspektion Sonneberg am Freitag: Anwohner in Neuhaus-Schierschnitz hatten ein Reh gefunden, welches eine Böschung nicht hin­aufkam. Das Tier schien äußerlich unverletzt, machte jedoch einen benommenen Eindruck. Ob es in einem Wildunfall verwickelt war, blieb zunächst unklar.

Der hinzugerufene Jagdpächter sah davon ab, das Reh zu erschießen. Es sollte leben und wurde einer privaten Pflegestelle übergeben. Inzwischen hat ein Tierarzt das Reh untersucht und es ist ziemlich sicher, dass das Reh ein Wildunfallopfer ist.

Bei Wildunfall: Auch ohne Fahrzeugschaden nicht einfach weiterfahren

Die Polizeiinspektion Sonneberg weist in diesem Zusammenhang deshalb darauf hin, dass verletzte Tiere nach einem Unfall nicht liegengelassen und ihrem Schicksal überlassen werden dürfen. Es ist unerlässlich, die Polizei oder den zuständigen Jagdpächter zu informieren, welche geeignete Maßnahmen ergreifen. Wer dies nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit, welche bis zu 5000 Euro betragen kann.

Zudem kann, wie der Fall der Polizeiinspektion Sonneberg zeigt, ein Anruf mehr verletzten Tieren im Zweifel das Leben retten.