Auf der Brandensteinsebene kann jetzt wieder im sogenannten Instrumentenflug - also auch bei schlechter Sicht - geflogen werden. Das hat am Donnerstag die Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz Coburg mitgeteilt. Nachdem alle notwendigen Umbaumaßnahmen ohne jeden Terminverzug durchgeführt worden seien, traten die entsprechenden Regelungen wieder in Kraft. Beim Umbau wurde unter anderem die Start- und Landebahn verkürzt, dafür aber mit einer zusätzlichen Anflugbefeuerung ausgestattet.

"Wir sind sehr zufrieden über den Ablauf der Bauarbeiten und auch ein wenig stolz darauf, dass wir keinen Terminverzug hatten - und dass wir den Kostenrahmen sogar unterschritten haben", wird Xaver Rupp, Geschäftsführer des Coburger Verkehrslandeplatzes, in der Mitteilung zitiert.
Und weiter: "Trotzdem müssen wir feststellen, dass die nunmehr verkürzte Bahn den Anforderungen des von und nach Coburg fliegenden Luftverkehrs nicht entspricht und wir regelmäßig Landungen ablehnen müssen. Der Neubau des Verkehrslandeplatzes ist daher für mich zwingend notwendig." Allen voran die Firma Brose musste deshalb vor kurzem ihre Cessna nach Bamberg verlegen, weil sie auf der auf 630 Meter verkürzten Bahn in Coburg nicht mehr starten und nicht mehr landen darf - Instrumentenflug hin oder her.

Grenze liegt bei 5,7 Tonnen

Nach dem Umbau können jetzt nur noch Propellermaschinen bis 5,7 Tonnen Gesamtgewicht von der Brandensteinsebene aus starten und landen. Die Projektgesellschaft ist deshalb eigenen Angaben zu Folge "derzeit mit Hochdruck dabei", die erforderlichen Unterlagen für die Einreichung des Planfeststellungsan trages für einen neuen Verkehrslandeplatz zu erarbeiten. In einem Abstimmungsgespräch mit dem Luftamt Nordbayern als Genehmigungsbehörde und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie seien Mitte Juli Umfang und Inhalt der im Auftrag der Projektgesellschaft bereits erstellten und noch zu erstellenden Unterlagen vollständig bestätigt worden. "Wir sind auf dem richtigen Weg und werden die Unterlagen wie geplant voraussichtlich im Mai 2013 einreichen können", so Willi Kuballa, Geschäftsführer der Projektgesellschaft. Die Notwendigkeit eines Neubaus stehe "völlig außer Frage".

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