Die Gemeinde Lautertal steigt ins Breitband-Förderungsprogramm des Bunds ein. Nach Abschluss des bayerischen Breitbandförderungsprogramms in den vier Ortsteilen Tiefenlauter, Neukirchen, Tremersdorf und Rottenbach könne man mithilfe des neuen Programms sogenannte "weiße Flecken" in Unter- und Oberlauter ermitteln und beseitigen.

Wie Bürgermeister Sebastian Straubel erläuterte, handle es sich dabei um Gebiete unter einer Übertragungsrate von 50 Megabyte. Als Erstes muss die Förderung der dazu notwendigen Ingenieurleistung beantragt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 20 000 Euro. Bei einer Förderung von 80 Prozent muss die Kommune lediglich einen Eigenbeitrag von 4000 Euro leisten.

Wie Gemeindegeschäftsführer Hans Frieß informierte, wolle Bayern weitere Förderprogramme auflegen. Es sei jederzeit machbar, danach in andere einzusteigen, wenn sie sich als lukrativ erweisen. Frieß nannte beispielsweise das angekündigte Glasfaserprogramm. Der Gemeinderat votierte einstimmig für die Bewerbung zur Förderung über das Bundesprogramm.

Einen Totalausfall der Telefonanlage im Rathaus gab es am Mitte Juli. Weil keine Reparatur mehr möglich war, musste der Bürgermeister eine dringliche Anordnung zur Neuanschaffung über 7100 Euro erlassen. Er bedankte sich bei der Rödentaler Firma, die sehr schnell und mit hohem Einsatz dafür sorgte, dass die Verwaltung nach zwei Tagen wieder erreichbar war. Bei der Anschaffung wurde bereits die technische Umstellung auf Voice-Over-IP berücksichtigt.


Dauerbrenner

Noch keine Antwort habe er von der Verwaltung zu seinen Nachfragen bezüglich der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) erhalten, monierte Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan. Man sollte alles genau prüfen, ehe man Gemeinde und Bürgern eine solche Satzung "von oben überstülpen lässt".


Fragenkatalog

Er habe folgende Fragen, nachdem in Sachen Straßenausbausatzung ständig unterschiedliche Auffassungen kursieren: Er wolle eindeutig wissen, ob man grundsätzlich den Erlass einer Satzung ablehnen könne; ob bei nachgewiesenem unwirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Verhältnis eine Ablehnung erfolgen könne und um wie viele Punkte für Lautertal die Grundsteuer angehoben werden müsste.

Bürgermeister Sebastian Stra ubel betonte, dass die Rechtsaufsicht des Landratsamts dazu konkrete Auflagen erteilt habe und als Termin der 1. Januar 2018 stehe. Genau das, so Rebhan, sollte man gründlich hinterfragen.



Ordentlich prüfen

"Den Kommunen muss die Zeit gegeben werden, sich damit ausführlich zu befassen, andere Möglichkeiten und Wege zu prüfen und nicht einfach im Stillen gehorsam hinterherzulaufen. Es scheint offensichtlich nicht rechtlich eindeutig zu sein, wenn zum Beispiel in Bayern 16 Gemeinden eine Straßenausbausatzung ablehnen konnten", argumentiert er.

Bernd Wicklein warnte davor, sich auf dünnes Eis zu begeben, falls solchen Gedanken gefolgt werde. Es könnten sich durchaus in der Folge Probleme ergeben. Immerhin sei die Rechtsaufsicht, das Landratsamt, eine kompetente Behörde. "Der Landtag hat das eigentlich verzapft. Dort muss man ran und der Gemeindetag sollte ebenfalls entsprechend handeln."


Infos vom Bürgermeister


• Für die neue Kindergartengruppe in der Mittelschule war im Außenbereich noch ein Zaun notwendig. Der Auftrag dafür ging an die Firma Beyer aus Römhild (1650 Euro).

• Der Kreisverband für Gartenpflege hat über eine neue Allee entschieden. Die Wahl ist auf die Gemeindeverbindungsstraße Dörfles-Esbach - Lautertal gefallen. Die Bepflanzung beginnt im Herbst 2018.

• Am 21. September findet um 19 Uhr in der Kulturhalle des TSV Unterlauter eine Bürgerinformationsveranstaltung zur Straßenausbausatzung statt.

• Straubel rief noch einmal auf, sich am Sonntag unter dem Motto "Nein zu weiteren Stromtrassen durch die Region" am Sternmarsch zu beteiligen. Treff ist 16.45 Uhr an der Mittelschule im Bereich der Erfurter Straße. Um 17 Uhr geht es in Richtung HUK-Coburg- Arena, wo ab 18 Uhr eine Großdemo stattfindet.

• SÜC und Gemeinde haben sich auf die Verlängerung des Stadtbusses geeinigt. Bereits ab September fährt er bis Oberlauter, zunächst mit End- und Starthaltestelle an der Grünen Linde. Nach der Fertigstellung des Wendeplatzes im Bereich Post/Bäckerei fahren die Busse dann dort ab.

• Der Spielpatz in Neukirchen wird saniert. Der Auftrag für ein Multispielgerät, eine Rutsche und eine Schaukel für 7500 Euro ging an die Firma Wehrfritz in Bad Rodach.

• Weit fortgeschritten ist die Sanierung im Gemeindehaus Neukirchen. Jetzt wird die Heizungsanlage erneuert, die auf die Räume der Sportfreunde und die Notunterkunft erweitert wird.