Einer von 15 Betrieben - das ist alles, was von der Ferkelerzeugung im Meederer Ortsteil Ottowind noch übrig ist. Der verbliebene Stall gehört der Familie Schrijer. Doch warum gibt es generell weniger Ferkelzüchter? Hauptgrund ist eine EU-Verordnung, die das Halten von Zuchtsauen in Gruppen vorschreibt und das dauerhafte Halten in Einzelbuchten untersagt. Bis Anfang des Jahres hatten die Landwirte für die Umstellung Zeit. Für die Schrijers bedeutete das Unsicherheit, ein wenig Frust und viel Geld.

Denn: Wegen der Regelung aus Brüssel, mussten die Landwirte ihre Ställe umbauen - was hohe Kosten verursacht. "Wir mussten lange überlegen, bis wir uns endgültig entschieden haben, diesen Schritt zu wagen", sagt Jan Schrijer. Immerhin mussten er und seine Frau Marina rund 200   000 Euro in die Hand nehmen, rund 20 Prozent davon kamen aus Fördermitteln. "Wir haben lange mit der Entscheidung gehadert", sagt Marina Schrijer.