Lienhard Bauersachs haben es die Frauen angetan, und zwar ganz bestimmte. Der Philatelist interessiert sich für das Thema "Frauen der deutschen Geschichte" und präsentierte sein Sammler-Hobby und seine Motivation bei den "Oberfrankentauschtagen mit Werbeschau" des Vereins der Briefmarken- und Münzfreunde Oeslau und Umgebung. Bereits zum 39. Mal konnte der Verein Sammlern und Händlern eine Plattform bieten, um Raritäten zu finden und Sammlungen zu ergänzen. Das Spektrum der angeboten Stücke reichte von der klassischen Briefmarke über Geldscheine aus einer längst vergangenen Zeit, Orden und Ehrenzeichen, unzählige Münzen bis hin zu Briefumschlägen, von denen jeder eine besondere Geschichte zu erzählen hatte.
Das war genau das Umfeld, in dem sich Lienhard Bauersachs und "seine Frauen" optimal präsentieren konnten.


Originell weiterentwickelt

Im Fokus seiner Betrachtungen standen jedoch nicht ausgefallene Briefmarken, sondern die Dauerserie "Frauen der deutschen Geschichte" der Deutschen Post. "Die Frauen, die mit den Marken gewürdigt werden, finden in der Öffentlichkeit nicht unbedingt die Beachtung, die ihnen zusteht", begründete Bauersachs seine Motivation. Indem er den Briefmarken Fotos hinzufügte, gelang es ihm, den Weg vom Kleinen zum Großen, von der Briefmarke zur Fotografie auf eine nicht alltägliche Weise in Einklang zu bringen und die Briefmarke mit Geschichte und Informationen zu beleben. Dies zeigte er mit seiner persönlichen Ausstellung.

Politik, Kunst und Sport waren die Bereiche, derer er sich bis jetzt annahm. Jetzt sind es eben besondere Frauen. "Mein Ziel ist es, die Leistungen der Frauen aufzuwerten", sagte Lienhard Bauersachs und fügte hinzu: "Die Sammlung wird auf jeden Fall weitergeführt."


Beeindruckende Werbeschau

Neben den zum Verkauf angeboten Stücken warteten die Tauschtage mit einer beeindruckenden Werbeschau auf, die dem Betrachter einen tiefen Einblick in die Arbeit und Leidenschaft gab, die mancher Sammler in sein Hobby investiert. In diesem Jahr waren es 15 Aussteller, die sich mit 21 unterschiedlichen Themen der Öffentlichkeit präsentierten, zum Beispiel Lienhard Bauersachs.

Auch die anderen Aussteller präsentierten ausgefallene Sammlungen und zeigten unwiederbringliche Dokumente einer vergangenen Zeit. Die bunte Palette der Sammlungen spannte sich von der "Postbeförderung Stempel Oeslau" über die "Verwandtschaft des Herzoghauses Coburg", "Briefe an Internierte" bis hin zu "Asterix", "Max und Moritz" und "Janosch".


Der Fotoclub Coburg präsentierte sich und verloste Bilder

Eine gute Tradition ist es, dass sich im Rahmen der Tauschtage auch andere Vereine präsentieren können. In diesem Jahr war es der Fotoclub Coburg, der diese Möglichkeit vortrefflich zu nutzen wusste. Aus einer Auswahl von über 250 Bildern zeigte der Verein unter der Überschrift "Rödentaler Bilderbogen" 79 äußerst gelungene Fotografien mit Rödentaler Motiven. Drei Fotos aus der Sonderausstellung "Rödentaler Bilderbogen" des Fotoclubs Coburg wurden unter den Besuchern verlost. Über 100 Gäste beteiligten sich nach Angaben des Fotoclubs an der Verlosung und suchten sich ihr Lieblingsbild aus. Aus den eingereichten Wunschzetteln wurden am Sonntagmittag die Gewinner von der jungen Glücksfee Evi Steiner gezogen: Glasmuseum (Bild 11) von Patricia Fitz erhält Paul Thomae aus Rödental, Schloss Rosenau (Bild 14) von Angelika Dietrich erhält Babara Jacob aus Coburg und Domäne Oeslau (Bild 08) von Robert Büchner erhält Arno Martin aus Rödental.