Bis vorigen Sommer gab es einen offenen, betreuten Treff, der aus Kostengründen eingestellt wurde. Stattdessen gibt es das "Coje-Café". "Wir haben überlegt, wie wir dieses Angebot weiter attraktiv gestalten können", berichtet der stellvertretende Geschäftsführer Oliver Völker. Die Idee: ein Innenspielgerät, das den Kindern regelmäßig zur Verfügung steht. Der Geschäftsführer fand einen Hersteller mit dem passenden Angebot, und nach guten Verhandlungen erwarb es die Coje zur Hälfte des Listenpreises.
"Wir möchten das Geld, das wir einnehmen, an die zurückgeben, die bei uns einkaufen", erklärt Barbara Kammerscheid, Vorsitzende vom Verein "Hartz & herzlich". Susanne Wölfert besucht mit ihren drei Kindern oft die Coje und stellte den Kontakt zu "Hartz & herzlich" her. "Hätte es dieses Angebot schon früher gegeben, wäre mir manches leichtergefallen", sagt sie. Denn das neue Angebot bietet die Möglichkeit, dass sich auch jüngere Kinder über mehrere Stunden austoben und beschäftigen können. In der Zwischenzeit können sich die Eltern untereinander austauschen, für die älteren Kinder gibt es beispielsweise Tischtennis, Airhockey und Spielkonsolen.
Für so manchen in der Coje ist es ein Widerspruch: Einerseits hat die Stadt den Anspruch, familienfreundlich zu sein - andererseits wird jetzt genau an dieser Stelle gespart. So muss der SJR im kommenden Jahr 20 Prozent sparen, das sind über 50 000 Euro. Claudia Henning, die mit ihren Söhnen Marvin und Kuno regelmäßig die Coje besucht, sagt: "Leider werden die Angebote hier weniger - es wäre schön, wenn es täglich Angebote gäbe, gerade im Winter." Barbara Kammerscheid sicherte weitere Spenden an die Coje zu. "Und wenn ich dieses Ergebnis sehe, weiß ich: Es war alle Mühen wert."