Schon der Begriff ist reichlich sperrig - Freiflächengestaltungssatzung (FGS). Und die Diskussion, die sich seit der Sitzung des Klimaschutz-Senats um den vor einer Woche vorgestellten Entwurf entzündet, gewinnt an Schärfe.

Nun meldet sich die IHK zu Coburg mit ihrem Präsidenten Friedrich Herdan und ihrem Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Dominik Sauerteig zu Wort. Darin zeigt sich die IHK verwundert, bislang über die Ausgestaltung dieser Satzung "in keiner Weise unterrichtet" worden zu sein.

Herdan und Schnabel befürchten "massive Standortveränderungen - vielfältig zum Nachteil der gewerblichen Wirtschaft." Coburg stehe ohnehin "schon seit längerem im Standortwettbewerb mit anderen Kommunen", insbesondere mit Thüringen.

"Warnsignal"

Aktuell sei die Region Coburg "noch ein sehr starker Industrie- und Dienstleistungsstandort". Gleichwohl sieht die IHK Tendenzen in der Stadt, die "als Warnsignal zur Kenntnis" genommen werden. Dabei verkenne man nicht, "dass die beabsichtigte Erweiterung der Grünflächen über die FGS einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann."

Existenzbedrohende Probleme

Die von der IHK vertretenen Unternehmen stünden aber "mitten in einer historischen Wirtschaftskrise vor teils existenzbedrohenden Problemen." Die daraus abgeleitete Schlussfolgerung der IHK-Führung ist unmissverständlich: "Vor diesem Hintergrund fordern wir, die gewerbliche Wirtschaft vom Anwendungsbereich der beabsichtigten FGS herauszunehmen."