Nachdem Bürgermeisterin Weber versprochen hat, dass das Parkraum-Konzept noch mit allen Beteiligten überarbeitet werden würde, meldete sich am Freitagabend die Industrie- und Handelskammer zu Coburg mit einer Presse-Erklärung:
"Richtig ist, dass ein Mitarbeiter der IHK zu Coburg an den Sitzungen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe teilnehmen konnte. Allerdings sind weder dort noch sonst die von der IHK wiederholt vorgetragenen Argumente in die Ergebnisse des nun vorgelegten Parkraumkonzeptes eingeflossen. Relativ bald kristallisierte sich heraus, dass die IHK zu Coburg eine völlig andere Einstellung als der beauftragte Planer vertritt. Das mag vermutlich auch der Grund sein, warum die IHK nicht zum abschließenden Workshop geladen wurde."

Weber hatte am Freitag Vorwürfe von IHK-Präsident Herdan zurückgewiesen, die IHK sei bei dem Parkraumkonzept nicht eingebunden gewiesen. (Hiergeht's zum Artikel.)

Dem widerspricht die IHK: "Nachdem sämtliche sachlich und fachlich begründeten Argumente der IHK verworfen wurden, ist die Aussage von Präsident Friedrich Herdan richtig, dass die IHK an den Ergebnissen des nun vorgelegten Entwurfs nicht beteiligt war. Aus einer ablehnenden Haltung, die völlig unberücksichtigt bleibt, kann keinesfalls eine "Mitwirkung" abgeleitet werden, wie dies Frau Dr. Weber tut.

Positiv zu bewerten ist immerhin die Ankündigung der Zweiten Bürgermeisterin, nun zeitnah, unter Einbindung aller Betroffenen, zu einem mehrheitsfähigen Parkraumkonzept gelangen zu wollen."

Die IHK übersandte an die Redaktion außerdem eine Stellungnahme, die sie schon im August 2016 ans Baureferat geschickt hatte. Darin fordert sie unter anderem die "Auflösung aller Bewohnerstellplätze im öffentlichen Straßenraum" zugunsten von Kurzzeitparkplätzen für Kunden und Besucher. Anwohner-Stellplätze könnten in den Parkhäusern ausgewiesen werden.