Der HSC 2000 Coburg lässt nichts unversucht, um in der Bundesliga zu bestehen. Trotz der schwierigen Situation rund um die Corona-Pandemie haben es die Coburger geschafft, mit dem 25-jährigen Linksaußen Milos Grozdanic eine Verstärkung zu verpflichten.

Möglich wurde dies dank eines zusätzlichen Engagements einiger Sponsoren, Gesellschafter sowie Mitgliedern des Aufsichtsrats.

"Nicht selbstverständlich"

"Dass wir Milos trotz der angespannten Gesamtsituation verpflichten konnten, zeigt einmal mehr den Zusammenhalt, der sich hier zwischen Verein, Sponsoren und Aufsichtsrat entwickelt hat. Wir haben uns gemeinsam zum Ziel gesetzt, unser Team in der aktuellen Situation noch einmal personell zu unterstützen", freut sich Geschäftsführer Jan Gorr.

Dieses Zeichen sei nicht selbstverständlich - umso mehr freuen sich die Coburger, dass es mit der Verstärkung geklappt hat. "Milos ist ein junger und hungriger Spieler, der unbedingt in die deutsche Bundesliga möchte und mit diesem Wechsel den nächsten Schritt in seiner Karriere machen möchte. Wir wollen ihm jetzt die Integration so einfach wie möglich machen und freuen uns auf die ersten Spiele mit ihm", sagt Gorr.

Wichtig sei gewesen, dass Grozdanic einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschrieben habe. "Wir haben immer gesagt, dass wir langfristig denken möchten und keine Schnellschüsse machen. Milos wird uns für unsere Entwicklung gut tun und zusammen mit unseren weiteren Spielern auf Linksaußen für größere Variabilität sorgen", erklärt der Geschäftsführer.

Milos Grozdanic ist 25 Jahre alt und hat dennoch schon internationale Erfahrung gesammelt. Als seine Stärken sieht Trainer Alois Mraz sein variables Abschlussverhalten sowie das Konterspiel - Attribute, die die Coburger im Kampf gegen den Abstieg brauchen werden. "Milos

hat mit seinen 25 Jahren schon gegen große Teams gespielt und gute Leistungen gezeigt. Er hat sehr gute Wurfvarianten und ich erhoffe mir, dass er unserem Team mit seiner Erfahrung helfen kann", sagt Mraz.

Grozdanic war Serbischer Meister und 2019 Torschützenkönig in der starken Seha-League. Außerdem zählt er zum Kader der serbischen Nationalmannschaft und ist dort Teamkollege von HSC-Rückraumspieler Drasko Nenadic.

Milos Grozdanic ordnet seinen Wechsel zum HSC Coburg wie folgt ein: "Der Wechsel nach Coburg ist für mich der nächste logische Schritt in meiner Karriere. Ich möchte mich in der deutschen Bundesliga beweisen und meinen Teil dazu beitragen, mit dem Team den Klassenerhalt in der ersten Liga zu schaffen. Ich bin seit einigen Tagen in Coburg und es gefällt mir sehr, wie die Leute hier Handball leben. Am meisten freue ich mich auf mein erstes Spiel mit meinem neuen Verein!"

Schon gegen die Füchse dabei?

Ob Grozdanic sein erstes Spiel im HSC-Trikot bereits am Sonntag gegen die Füchse Berlin bestreiten kann, entscheidet sich noch im Laufe des Freitagabends in enger Abstimmung mit HBL und EHF.