Die bislang erfolgreichste Saison in der noch recht jungen Geschichte des HSC 2000 Coburg endete bekanntlich nicht nur mit dem erhofften Aufstieg der 1. Mannschaft in die "stärkste Liga der Welt". Auch die "Zweite" durfte über den Titel in der Bayernliga und den damit verbundenen Aufstieg in die 3. Liga jubeln und rüstet sich bereits seit einigen Wochen für die Herausforderung in Deutschlands dritthöchster Spielklasse.
Für das Team von Trainer Ralf Baucke hat der Trainingsalltag bereits wieder begonnen. Künftig nicht mehr mitspielen wird nach Angaben von HSC-Geschäftsführer Florian Dotterweich allerdings der langjährige HSC-Linksaußen Ronny Göhl, der als Kapitän die Reserve zum Titel führte.
Er unterstützt ab sofort Baucke als Co-Trainer.
Der Cheftrainer der Erstliga-Reserve äußerst sich im Gespräch mit unserer Zeitung über den aktuellen Stand der Vorbereitung und personelle Veränderungen im Kader. Neben Andreas Wolf und Kenny Schramm kehrt, wie bereits gemeldet, mit dem Linkshänder Maximilian Drude ein weiteres bekanntes Gesicht in die Vestestadt zurück. Jugend-Nationalspieler Benedikt Keller wird den Kader in der Breite weiter verstärken.

Tageblatt: Wie sieht der Zeitplan für die Saisonvorbereitung aus, welche Testspiele sind geplant?
Ralf Baucke: Trainingsauftakt war am 14. Juni mit Langhanteltraining und Grundlagenausdauer. Seit dem 5. Juli nehmen wir auch den Handball dazu und werden versuchen mit vier Einheiten pro Woche eine gute Basis für die Drittligasaison zu schaffen. Anfangs liegen die Schwerpunkte im athletischen Bereich, wobei auch eine Einheit im Aquaria stattfinden wird. Testspiele gegen nordbayerische Bayernligisten, Turniere in Lohr und Plauen und eine Standortbestimmung gegen den Ligakonkurrenten in Bad Neustadt runden das Programm bis zum Punktspielstart am 3. September beim TV Kirchzell ab.
Das Gesicht der Mannschaft wird sich verändern. Wer kommt neu dazu, wer ist künftig nicht mehr am Start?
Neben den beiden Rückkehrern Kenny Schramm und Andreas Wolf aus Auerbach haben wir mit dem Linkshänder Maximilian Drude aus Waldbüttelbrunn ein weiteres bekanntes Gesicht zurück nach Coburg geholt. Ebenfalls zu uns stoßen wird mit dem 18-jährigen Benedikt Kellner aus Ismaning ein hoch talentierter Jugend-Nationalspieler. Verlassen haben uns die Außenspieler Christian Troppmann, Florian Kirchner und Stefan Haupt.

Der HSC Coburg II wurde in die Oststaffel der 3. Liga eingruppiert. Mit Großwallstadt, Hildesheim oder Springe, um nur einige zu nennen, sind dort durchaus klangvolle Namen vertreten. Wie schätzen Sie die Leistungsstärke dieser Staffel ein?
Die diesjährige Einteilung der 3. Liga durch den DHB sorgte gerade im Raum Hannover für heftige Diskussionen. Aus dem ursprünglichen Osten der Republik sind aktuell mit Elbflorenz Dresden und Leipzig nur zwei Vertreter dabei, dazu aus Bayern Bad Neustadt und wir, aus dem hannoverischen Raum fünf Teams sowie die sieben Teams aus dem Rhein-Main-Gebiet komplettieren die 3. Liga Ost. Eine Einschätzung ist schwierig, jedoch wird in allen 3. Ligen schneller und athletischer gespielt als in der Bayernliga. Hier gilt es sich schnell der Qualität und dem deutlich höheren Tempo anzupassen.
Wie lautet das Saisonziel?
Hauptsächlich zu Hause in der Angerhalle wollen wir wieder, wie letzte Saison, eine Macht sein, um mit unseren Fans im Rücken die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Mit unserem neuen Kader sind wir qualitativ auf alle Fälle dazu in der Lage und konkurrenzfähig, die ersten Spiele werden dann zeigen, wo unsere Reise hingeht.

Die Fragen stellte Gerd Nußpickel vom HSC 2000 Coburg.