"Ist das nicht eine wundervolle alte Schule", schwärmte Helmut Markwort, als er im Rahmen eines Coburgbesuchs nach dem Dreikönigstag auch am Casimirianum vorbeischaute und via Wendeltreppe zum Direktoratsflur emporstieg. Eine private Schulstunde lang tauschten sich im Casimirbau der ehemalige Casimirianer Markwort, Klasse 2b im Schuljahr 1948/49, und Schulleiter Burkhard Spachmann intensiv aus. Von Anekdoten aus der Schulzeit, etwa zur Aufnahmeprüfung für werdende Gymnasiasten, oder den Erinnerungen von Bahn-Fahrschülern führte der Gedankenaustausch über die aktuellen Aspekte moderner Schulentwicklung hin zu Fragen der Bildungspolitik am bayerischen Gymnasium. Mit großem Interesse ließ sich der Journalist, ehemalige Medienunternehmer und jetzige Landtagspolitiker demonstrieren, wie sich "sein Casi" aus der Nachkriegszeit über die Entwicklung des großen Sprachenspektrums heute als Modusschule-Schulentwicklungsschule und bayernweite Modellschule im Schulversuch "Digitale Schule 2020" profiliert, heißt es in einer Pressemitteilung.

"415 Jahre Schultradition schließen mit engagierten Lehrkräften und tüchtigen Schülern Topleistungen heutzutage eben nicht aus - ja, auf klassischen Fundamenten kann Etliches aufgebaut werden", sagte der ehemalige Schüler lobend, der damals nach der Quinta mit der Familie zurück nach Darmstadt zog. "Ich komme gerne wieder", verabschiedete sich Helmut Markwort zum Schluss "seiner" Schulstunde am Casimirianum.