Nachdem der Vorsitzende der CSU/Landvolk-Kreistagsfraktion, Rainer Mattern, unter anderem von "Desinformation" gesprochen und eine mangelnde Einbeziehung der Kommunen beklagt hat, wird der Landrat nun von René Hähnlein (Linke) in Schutz genommen. "Mit entsetzen habe ich die Äußerungen von Rainer Matterns gelesen und den implizierten Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit gegen unseren Landrat", schreibt Hähnlein in einer Stellungnahme.

Und weiter: "Gerade Teile der CSU werden seit Jahren nicht müde, gegen eine vermeintliche Überfremdung mit Slogans wie ,Wer betrügt, der fliegt' und ,Armutszuwanderung in die Sozialsysteme verhindern' zu hetzen." Während so etwas leider "Wasser auf die Mühlen von Nazis und Rechtspopulisten" sei, finde er es "einfach nur unanständig", jetzt dem Coburger Landrat - "in der aktuell aufgeheizten Debatte" - Fremdenfeindlichkeit zu unterstellen. Da Mattern selbst im Bündnis "Coburg ist bunt" gemeinsam mit Landrat Michael Busch aktiv sei, sollte er vielmehr mithelfen, die Situation zu entschärfen und die Kommunen und den Landkreis mit konstruktiven Vorschlägen zu unterstützen, so Hähnlein.