"Das ist ein schöner Moment", meinte Dominik Sauerteig am vergangenen Mittwoch am Max-Böhme-Ring auf der Bertelsdorfer Höhe. Dem Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft gefiel, was er sah. 34 Wohnungen mit einer günstigen Miete hat Sauerteig der Wohnungsbaugesellschaft offiziell übergeben. Um "gut und gerne in Coburg leben zu können, sind bezahlbare Wohnungen nötig", sagte der OB, während er den Blick über das Gelände schweifen ließ. Ein Spielplatz bestimmt das Grundstück, das die drei Wohngebäude umschließen. Für die Wohnungen in den Häusern Nummer 52, 56 und 58 bezahlen die Mieter 5,90 Euro je Quadratmeter. Das geht aus einer Mitteilung der Wohnbau hervor.

Baubeginn Mai 2018

Im Mai vor zwei Jahren begannen am Max-Böhme-Ring die Bauarbeiten für die drei zusammenhängenden Häuser. Entstanden sind Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 55 und 108 Quadratmetern, insgesamt beträgt die Wohnfläche 2492 Quadratmeter. "Alle Wohnungen sind barrierefrei, 16 davon zusätzlich auch rollstuhlgerecht", erläuterte Ullrich Pfuhlmann, technischer Geschäftsführer der kommunalen Wohnbau GmbH. In diesen Wohnungen sind die Türen breiter, es gibt ausreichend Bewegungsraum und die Duschen sind bodengleich. Eine weitere Besonderheit: Alle Wohnungen in den Häusern 52 und 56 sowie zwei Wohnungen im Haus Nummer 58 können zu je einer größeren Wohnung zusammengelegt werden. "So kann die Wohnbau der Nachfrage nach Mehrzimmerwohnungen und Wohngemeinschaften Rechnung tragen", sagte Pfuhlmann.

Angeschlossen sind die Wohnungen an die Fernwärme der SÜC, sie haben Fußbodenheizung und dreifach verglaste Isolierfenster. Zum Thema Nachhaltigkeit teilte Pfuhlmann weiter mit, dass "die Gebäude in herkömmlicher Ziegelbauweise errichtet worden sind". Damit sei ein außen aufgebrachtes Dämmverbundsystem obsolet. Das landläufig als "Styropor" bezeichnete Material verursache bei der Entsorgung am Ende seiner technischen Lebensdauer einen großen Aufwand. In den kommenden Jahren sind auf dem Nachbargrundstück weitere 48 Wohnungen geplant.

Oberbürgermeister Sauerteig wies darauf hin, dass die Stadt Coburg ihre Wohnbaugesellschaft im Gegensatz zu anderen Kommunen in der Vergangenheit nicht verkauft habe. Da die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen unverändert groß sei, hätten Stadt und Wohnbau in den vergangenen fünf Jahren rund 50 Millionen Euro investiert. In diesem Jahr könnten mit den Neubauten im Grund 25, in Fischersleiten 14 und 14a sowie im Max-Böhme-Ring insgesamt 70 preisgünstige Wohnungen auf den Markt gebracht werden.

Möglich ist das auch mit Hilfe des Wohnungspaktes Bayern, der rund ein Drittel des Kaufpreises übernimmt. Denn die Wohnbau hat die Häuser gebaut, die Stadt hat diese anschließend von ihrer Tochtergesellschaft erworben.