Grünes Licht gab der Gemeinderat bei seiner Sitzung für den Ausbau des Wirtschaftsweges zwischen den Ortsteilen Lohof und Merkendorf. Die Verwaltung wurde einstimmig beauftragt, die Planunterlagen zu erstellen, damit der Zuwendungsantrag für eine Förderung, die immerhin bei 75 Prozent liegt, gestellt werden kann. Die erste Kostenschätzung liege bei 212.000 Euro, sagte Bürgermeister Werner Thomas (SPD).

Es gibt ein Konzept für ein ländliches Kernwegenetz im Gebiet der Integrierten Ländlichen Entwicklung Initiative Rodachtal. Darin ist die Verbindung als übergeordneter Kernweg erster Priorität ausgewiesen. Das Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken hat für die Planung und Herstellung des Wirtschaftsweges eine Förderung als "Infrastrukturmaßnahme außerhalb des Verfahrens nach dem Flurbereinigungsgesetz" in Aussicht gestellt, wenn es auch nationale Fördermittel gibt.
Die Ausbaubreite soll 3,50 Meter betragen. Dazu gehören die Bankette und die notwendigen Wegseitengräben.

Die Vereinsförderung stand auf der Tagesordnung. "Es werden jährlich zwischen 3000 und 5000 Euro ausgegeben", sagte Bürgermeister Thomas. Das hinderte den Gemeinderat nicht daran, die Bezuschussung der Übungsleiter mit und ohne Lizenz um 100 Prozent auf zwei Euro pro Stunde zu erhöhen, um deren Arbeit zu würdigen.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Sporthallengebühr angesprochen, die der Gemeinde jährlich 4000 Euro einbringt. "Diese Gebühr hat sich bewährt, auch wenn andere Gemeinden nichts verlangen. Dies ist dort eine verdeckte Förderung", erklärte der Bürgermeister. Auch Gemeinderat Günther Rose (CSU) äußerte sich genauso: "Wir haben eine vernünftige Förderung. Allerdings sollte nicht weiter am Rad gedreht werden." Nicht geändert wurde die seit 2008 bestehende Vereinsförderung, die Zuschüsse für bauliche Anlagen (Einzelfallentscheidung), für Geräteanschaffung (zehn Prozent, maximal 1000 Euro) und eine Jugendpauschale (zehn Euro pro aktivem Vereinsmitglied) vorsieht.


Moderate Erhöhung

Das Defizit des kommunalen Kindergartens beträgt 28 000 Euro. Schon seit geraumer Zeit macht sich das Gremium Gedanken, dies abzubauen. Ab Januar 2017 soll eine moderate Erhöhung der Kindergartengebühren erfolgen, wobei die Fraktionen aufgefordert sind, dafür Vorschläge zu machen. Anschließend sollen die genannten Zahlen mit dem Elternbeirat abgestimmt werden, der Gemeinderat hat dann eine Entscheidung zu treffen. dav