Bis zum Anpfiff werden Stefan Braungardt und seine Schützlinge die Enttäuschung vom Samstag wohl verdaut haben, denn enttäuscht hat die Mannschaft definitiv nicht. Sie hat dem letztjährigen Vizemeister und einem diesjährigen Mitfavoriten ein heißes Match geliefert, das bis zum Schluss offen war. Am Ende war es dann Pech, dass der bis dahin schon zweifache Torschütze Kristian Böhnlein in der Schlussminute nur den Pfosten traf. Möglicherweise musste die junge Truppe da etwas Lehrgeld zahlen.

Alle Fehler analysiert

"Wir haben die Fehler, die wir in Forchheim gemacht haben, im Training aufgearbeitet," sagt Co-Trainer Alexander Weber. Dabei ging es wohl überwiegend um taktische Korrekturen im Defensivverhalten. Denn mit erneut drei erzielten Toren dürfte die Offensivarbeit der Mannschaft wenige Anlass zu Kritik geben. Jedenfalls spricht die bisherige Torquote für eine konstant gute Qualität im Sturm.

Gegen den ASV Neumarkt will man wieder in die Erfolgsspur zurück. "Natürlich ist es unser Ziel, die drei Punkte im eigenen Stadion zu lassen", heißt die Vorgabe von Alexander Weber. "Ich rechne mit einer kompakten und tief stehenden Neumarkter Mannschaft. Die 1:4-Niederlage gegen Weiden, unserem nächsten Auswärtsgegner am Samstag, sagt nichts aus."

Dennoch: Der ASV Neumarkt, der im letzten Jahr mit etwas Mühe und einem Auswärtssieg in Aubstadt am letzten Spieltag den Klassenerhalt schaffte, ist auch in diesem Jahr noch nicht dort, wo er hin will. Platz 15 ist die aktuelle Position der Oberpfälzer.

Vier Punkte aus fünf Spielen bei insgesamt erst vier erzielten Treffern sieht jedenfalls nach Handlungsbedarf aus, will man sich nicht wieder frühzeitig Abstiegssorgen machen müssen.

"Damit müssen wir fertig werden"

Am Mittwoch treffen also zwei Mannschaften aufeinander, die beide zuletzt mit jeweils vier Gegentoren ihre Spiele verloren haben und auf Wiedergutmachung aus sein werden. "Wir haben in dieser Partie die Favoritenrolle. Ob wir wollen oder nicht. Aber damit müssen wir fertig werden."

Auch Thomas Karg wird heute wohl zum vorletzten Mal im VfL-Trikot im Willi-Schillig-Stadion auflaufen. Der Frohnlacher Torjäger, Beruf Lehrer, wird zum neuen Schuljahr in den Großraum München versetzt und sieht sich dort nach einem neuen Verein um. Der SV Heimstetten zeigt, wie bereits gemeldet, großes Interesse.