In Deutschland sind seit dem 30. Oktober mehrere Fälle der Geflügelpest (HPAIV H5) bei Wildvögeln nahezu zeitgleich an der Nord- und Ostsee sowie in Hamburg aufgetreten. Außerdem meldeten das Vereinigte Königreich, die Niederlande und auch Deutschland Ausbrüche von HPAIV H5 in Nutzgeflügelbeständen.

Das Risiko weiterer Einträge von HPAI H5-Viren wird vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als hoch eingestuft, teilt das Landratsamt Coburg mit. Oberste Priorität hat der Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einem Eintrag und der möglichen weiteren Verbreitung von HPAIV-Infektionen. Geflügelhalter werden angehalten, zu prüfen, ob ihre Tiere sicher sind vor einer Ansteckung. Geflügel ist vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Geflügel in Berührung kommen können, sind für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.

Tierhalter müssen an Anzeige- und Registrierungspflicht denken

Tierhalter von Geflügel werden in diesem Zusammenhang auch an ihre Anzeige- und Registrierungspflicht gemäß § 26 Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) erinnert. Jeder Halter von Hühnern, Enten, Gänsen, Fasanen, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern, Wachteln oder Laufvögeln ist, unabhängig von der Größe des Bestandes, verpflichtet, seinen Betrieb vor Beginn der Tätigkeit dem Veterinäramt unter Angabe seines Namens, seiner Anschrift und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt gehaltenen Tiere, ihrer Nutzungsart und ihres Standortes, bezogen auf die jeweilige Tierart, anzuzeigen. Auch Änderungen sind unverzüglich anzuzeigen. Zusätzlich ist mitzuteilen, ob das Geflügel ausschließlich im Stall oder im Freien gehalten wird.

Informationen und das Formblatt "Aktuelle Tierzahlen" sind auf der Homepage des Landkreises Coburg unter Veterinärwesen "Geflügelpest-Aviäre Influenza" hinterlegt.

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