Als Solistin wird sich die am Janácek-Konservatorium Ostrava ausgebildete Geigerin Hana Kotkova erstmals in Coburg vorstellen.
Wer von der 2. Symphonie von Johannes Brahms spricht, kommt nicht vorbei am naturidyllischen Charakter, der dem Werk immer wieder attestiert wird. Das hat nicht nur mit der überwiegend hellen Stimmung dieser Symphonie zu tun, sondern nicht zuletzt auch mit den äußeren Umständen der Entstehung. Nur ein knappes Jahr nach der dunklen c-Moll-Symphonie op. 68 komponierte Brahms seine "Zweite" während seines ersten Sommeraufenthalts 1877 in Pörtschach am Wörther See.

"Da fliegen die Melodien"


"Der Wörther See ist ein jungfräulicher Boden, da fliegen die Melodien, dass man sich hüten muss, keine zu treten", schrieb Brahms an den befreundeten Kritiker Eduard Hanslick.
Schon die ersten Rezensenten stellten den naturpoetischen Charakter des Werkes heraus, zogen und stellten Vergleiche mit der "Pastorale" genannten 6. Symphonie von Beethoven an. Theodor Billroth, ein Freund von Brahms, fasste seine Eindrücke des Werkes so zusammen: "Das ist ja lauter blauer Himmel, Quellenrieseln, Sonnenschein und kühler, grüner Schatten!"


1939 uraufgeführt



Dennoch finden sich auch dunkle Seiten, die lange Zeit freilich von der Rezeption nicht wahrgenommen wurden.
Fast genau sechs Jahrzehnte nach der 2. Symphonie von Brahms entstand das 2. Violinkonzert Belá Bartóks in den Jahren 1937/38. Uraufgeführt wurde das Werk 1939 in Amsterdam unter Leitung von Willem Mengelberg. Das ausgedehnte, etwa 40-minütige Werk ist dreisätzig angelegt, wobei der Kopfsatz und das Finale motivisch verzahnt werden. Anfang März hatten Hana Kotkova und Roland Kluttig dieses Werk bereits mit Janacek-Philharmonie in Ostrava musiziert. Hana Kotkova besuchte das Janácek-Konservatorium Ostrava und komplettierte ihre Ausbildung an der Prager Akademie der musischen Künste. Kritiker beschreiben Hana Kotkova als Musikerin, die die große tschechische Violint radition würdig fortsetzt.

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