Der Stoschek-Gastkommentar im Wortlaut:

"Bedauerlicherweise ist in der Realität und nicht im "Universum" die Coburger Stadtkasse inzwischen leer und auch den OB-Job möchte heute kaum jemand gerne machen.

Aber nun zum anderen Coburg: Weil der jugendliche Elan von OB Kastner bereits nach zwei Amtsperioden nachließ, wählten die Coburger Bürger im Jahre 2002 den früheren Rödentaler Bürgermeister Gerhard Preß zum Stadtoberhaupt. Seine exzellenten Verbindungen zur bayerischen Staatsregierung und zur Wirtschaft nutzt er, um neue Akzente in der Coburger Politik zu setzen: Anstelle der Ausgaben für Sport, Spaß und Unterhaltung werden die Stadtfinanzen unter dem neuen Stadtoberhaupt für Zukunftsinvestitionen, das heißt für Wirtschaftswachstum, für neue Arbeitsplätze und für die Stärkung der Innenstadt eingesetzt.

Preß akzeptiert das Bürgerbegehren gegen die Handelsansiedlung auf der Lauterer Höhe ebenso wie zum Neuen Innenstadtkonzept. Weil die Kaufkraft nicht aus der Stadt abgezogen wurde, gibt es ein pulsierendes Leben im Stadtzentrum und keine leer stehenden Immobilien. Ein breit gefächerter Einzelhandel, inklusive der Lebensmittelversorgung, macht die Innenstadt für Jung und Alt attraktiv und bewohnbar.

Durch eine Garage unter dem Schlossplatz gelangen die Besucher auch im Winter trockenen Fußes in das Landestheater. Das Theater ist gut frequentiert und benötigt weniger Mittel der Stadtkasse. Die Schlossplatzgarage fördert darüber hinaus Handel und Gastronomie im Stadtzentrum, natürlich ist sie privat finanziert.

Die Multifunktionshalle am Anger und das neue Kongresshotel im Rosengarten sind die moderne Attraktion in der ansonsten kultur- und geschichtsträchtigen Stadt. Durch die Mehrfachnutzung für Sport-, Musikveranstaltungen, Betriebsversammlungen, Tagungen und Ausstellungen ist sie genauso wirtschaftlich wie die Arena in der Nachbarstadt Bamberg. Zu Bamberg hält Coburg übrigens rege wirtschaftliche und kulturelle Kontakte zum beiderseitigen Nutzen.


Mehrere Hundert Arbeitsplätze geschaffen
Das neue Veranstaltungszen trum am Anger hat durch die Kaufkraft seiner regionalen und überregionalen Besucher mehrere Hundert Arbeitsplätze geschaffen.

Die mit dem Neuen Innenstadtkonzept verbundene Schulsporthalle hat längst die marode Angerturnhalle ersetzt. Durch die neue Gestaltung von Anger und Rosengarten, die Ketschenvorstadt mit renovierten und bewohnten Häusern und den neu gestalteten Albertsplatz ist bis zum Markt- und Theaterplatz ein städtebauliches Kleinod entstanden. Tagungsteilnehmer, die das erste Mal Coburg besuchen, kehren mit ihren Familien als Touristen zurück. Natürlich hat das neue Hotel den Tourismus stark belebt.

Zwischen der IHK und der Stadtspitze bestehen enge fachliche und persönliche Beziehungen. So hat die Stadt den Vorschlag des IHK-Präsidenten aufgenommen, Coburg nicht nur als Wirtschafts- und Kulturstandort mit guten Verkehrsverbindungen bei Straße, Schiene und Luftverkehr zu vermarkten. Zwischen den drei Bädern Rodach, Colberg und Staffelstein und einer neuen Abteilung des Klinikums wurde ein Konzept entwickelt, welches hinsichtlich modernster Gesundheitsvorsorge in Verbindung mit einem hochwertigen kulturellen Angebot bundesweit einmalig ist.

Aufgrund der beschriebenen positiven Gesamtentwicklung der Stadt Coburg unter OB Gerhard Preß bemerkt auch die Landkreisbevölkerung die Vorteile guter Beziehungen nach München und wählt Jürgen W. Heike zum Landrat. Die jahrzehntelangen Differenzen zwischen der Stadt und dem Landkreis gehören der Vergangenheit an, dafür gibt es durch eine sinnvolle Arbeitsteilung zwischen Stadt und Landkreis eine echte
win-win-Situation.

Schließlich sind die städtischen Finanzen stabil, nachdem alle Firmen wegen der Attraktivität des Standorts in neue Arbeitsplätze investieren.

Coburg - eine lebens- und liebenswerte Stadt."


Zur Person
Michael Stoschek ist Vorsitzender der Brose-Gesellschafterversammlung und war einst Mitinitiator des neuen Innenstadtkonzepts, das eine umfassende Stadtumgestaltung bedeutet hätte. Diesen Gastkommentar hat er als Privatperson verfasst.