Es ist politisch gewollt: In zwei Jahren soll es an allen bayerischen Gymnasien Ganztagszüge geben. In Coburg wird das Ernestinum den Anfang machen, wenn im Schuljahr 2012/13 genügend Schüler für eine ganztägige fünfte Klasse zusammenkommen und wenn "das unsere Schulorganisation nicht sprengt", sagt Martin Ungelenk, der stellvertretende Schulleiter.


"Die Kinder müssen es wollen!"



Ungelenk befasst sich seit über einem Jahr mit dem Thema. Er weiß, wie der Stundenplan ausschauen wird, wer die Klasse leitet und wie das Team der drei Hauptfachlehrer zusammenarbeiten soll. Er weiß auch, wie der ideale Schüler für die Ganztagsklasse aussieht: Er (oder sie) sollte einen ganzen Tag in der Schule aushalten, emotional stabil sein, sich in die Gruppe integrieren, bereit sein, selbstständig zu arbeiten sowie auf Handy, MP3-Player und andere Geräte in der Schule zu verzichten, und das wichtigste: "Die Kinder müssen es wollen!"
Sie müssen vor allem ans Ernestinum wollen. Denn wenn es mit der Ganztagsklasse nicht klappt, die Kinder aber am "Ernes" angemeldet sind, gibt es erst einmal kein Zurück mehr.


Die Schulorganisation nicht sprengen



Die Gründe, warum es nicht klappen könnte, haben mit der Schülerzahl zu tun: Zum einen müssen es genug Ganztagsschüler sein, um eine eigene fünfte Klasse zu bilden. Zum anderen darf die Ganztagsklasse nicht zu Lasten der anderen Schüler gehen - wenn dann an anderer Stelle Klassen nicht mehr geteilt oder Stunden nicht mehr angeboten werden können, sagt Ungelenk. "Wir können den Ganztagszweig nur dann anbieten, wenn er die restliche Schulorganisation nicht sprengt."


Mehr dazu lesen Sie im Coburger Tageblatt