Nach rund 40 Jahren sei es aber dringend notwendig gewesen, die Brücke zu sanieren, sagt Gerhard Knoch, Abteilungsleiter beim Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb. Durch Feuchtigkeit und Salzwasser im Winter war der Fahrbahnbelag gerissen und verwittert, die Fugen und Abdichtungen undicht geworden. Das Geländer für den Radweg war zu niedrig und die Beleuchtung nicht zeitgemäß. Also wurden der Fahrbahnbelag, die Abdichtungen, die Übergangskonstruktionen von der Brücke zur übrigen Fahrbahn und die Gehwege erneuert.
Statt der Kugellampen, die bisher die Alexandrinenbrücke durch ein gelbes Licht beleuchtet haben, geben nun moderne LED-Leuchten ein viel stärkeres Licht. Das neue Geländer hat jetzt die richtige Höhe für den Radverkehr. Unter der Brücke wurden Risse vergossen und die Natursteinverkleidung erneuert. Der neue Belag bewirkt, dass die Fahrbahn besser entwässert wird und sich kein Wasser dort sammeln kann, das im Winter zu Eis gefriert. 550 000 Euro hat das Projekt gekostet.
Wie bei anderen Straßenbaustellen haben die SÜC gleich die Gelegenheit genutzt und die Fernwärmeleitung vom sogenannten Portikusbau über die Viktoriastraße zur Floßstegstraße erneuert. "Ich bin heilfroh, dass wir das alles hier in relativ kurzer Zeit geschafft haben", sagt Dritter Bürgermeister Hans-Heinrich Ulmann. Seit die Alexandrinenbrücke geöffnet wurde, habe es gleich eine Entspannung im innerstädtischen Verkehr gegeben. Aber gerade die Brücken - 70 gibt es in Coburg - müssten immer wieder auf Mängel untersucht werden. "Wenn wir Schäden feststellen, dann sind wir gut beraten, sie so schnell wie möglich zu beseitigen, bevor sie größere Dimensionen annehmen.
Und welche Brücke ist als nächste dran? "Die kleine Brücke über die Lauter in der Esbacher Straße", sagt Gerhard Knoch. Für den Straßenverkehr dürfte das keine katastrophalen Auswirkungen haben.