Es war gegen 19.30 Uhr, als die 73-jährige Hausbewohnerin am Donnerstagabend das Feuer bemerkte, das offenbar in der Küche ihres Einfamilienhauses in der Orffstraße ausgebrochen war. Sie unternahm zuerst sofort einen Versuch, den Brand aus eigener Kraft zu bekämpfen.

Nachdem sie die Flammen aber nicht mehr selbst löschen konnte, die immer schneller um sich griffen, flüchtete sie aus dem bereits stark verqualmten Gebäude und atmete dabei den giftigen Rauch ein, der bei Bränden oft in seiner Gefährlichkeit unterschätzt wird. Der Rettungsdienst transportierte die Frau vorsorglich in ein Krankenhaus.

Effektiver Einsatz

Erst den alarmierten Feuerwehren aus der Umgebung gelang es schließlich, den Brand rasch unter Kontrolle zu bringen. Das ging dann allerdings sehr schnell: "14 Minuten nach Eintreffen am Brandort, war das Feuer unter Kontrolle", berichtet Stadtbrandinspektor Rolf Höfner vom Einsatz.

Das Feuer hatte sich mittlerweile schon auf das komplette Erdgeschoss des Einfamilienhauses ausgebreitet. "Ungünstigerweise waren alle Türen auf dieser Etage offen gestanden", berichtet Höfner. Dass dadurch der Rauch aus dem Raum, in dem das Feuer entstanden ist, sofort in alle Räume vordringen kann, erschwere auch den Einsatz der Feuerwehr, so Höfner. Durch die enorme Rußentwicklung wurden zudem auch die restlichen Räume des Gebäudes stark in Mitleidenschaft gezogen.

Nachdem sich die dunkle Rauchwolke auch über das weitere Wohngebiet ausgebreitet hatte, wurden die umliegenden Anwohner vorsorglich von der Polizei per Lautsprecherdurchsagen gewarnt. Sie sollten in den Häusern bleiben und ihre Fenster geschlossen halten. "Die Feuerwehr war mit 40 Leuten der Kernstadtwehr und aus Haarbrücken, Wildenheid und Bergdorf vor Ort. Dabei hatten wir zwölf Atemschutzträger im Einsatz", informierte Rolf Höfner. Angerückt waren die Feuerwehren mit insgesamt sieben Einsatzfahrzeugen.

Während der Löscharbeiten befanden mit Polizei und Rettungsdienst insgesamt mehr als 60 Einsatzkräfte am Brandort. Allein die BRK-Bereitschaft Neustadt war mit 20 Leuten und sechs Fahrzeugen zur Stelle. Ein weiterer Rettungswagen kam vom ASB hinzu.

Der Coburger Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen an der Einsatzstelle aufgenommen. Die Ursache des Brandes ist derzeit noch nicht eindeutig geklärt, so die Polizei.