Wie die Künstlerin bei dieser Installation mit einfachsten Mitteln - viele Kilometer gespannter Zwirnsfäden - diesen "transparenten Raum" geschaffen hat, haben zahlreiche Besucher in dieser Zeit staunend erlebt.

Dabei waren sie immer wieder fasziniert vom unterschiedlichen Erscheinungsbild der Installation bei wechselndem Licht: Waren die Fäden manchmal nur angedeutet zu sehen, bildeten sie bei Sonnenlicht stündlich, ja minütlich wechselnde leuchtende Netze, Schleier, Strahlen.

Diese, von der Künstlerin beabsichtigte und für sie ganz wichtige Interaktion zwischen Installation und Licht hat der Fotograf Andreas Brückner in zahlreichen Fotos festgehalten. Er hat die Künstlerin nicht nur beim aufwendigen Aufbau der Installation begleitet, sondern auch in den folgenden Wochen bei ganz unterschiedlichen Lichtsituationen und aus verschiedenen Blickwinkeln Bilder geschaffen.

Eine Auswahl davon ist nun in einem Fotobuch, das in enger Abstimmung zwischen Künstlerin und Fotografen erstellt wurde, versammelt. Sowohl für Kunstinteressierte, die einen Besuch der Ausstellung verpasst haben, vor allem aber auch für solche, welche die Installation - in aller Regel nur einmal und unter nicht immer idealen Lichtverhältnissen - gesehen haben, bieten die Bilder dieses Buches neue und hoch ästhetische Zugänge zu diesem vergänglichen Kunstwerk.

Das Buch sollte zum Abschluss der Ausstellung in einer Finissage der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Allerdings musste diese Finissage coronabedingt abgesagt werden, Interessierte erhalten das Buch gegen einen Unkostenbeitrag von fünf Euro im Pfarrbüro von St. Augustin, Festungsstraße 2 (Öffnungszeiten im Dezember: Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr.

Einen Artikel über das Kunst-Projekt in St. Augustin in Coburg finden Sie hier