Der Festaktus des Casimirianums war bestimmt von der Auszeichnung erfolgreicher Schüler und dem Vortrag von Oberstudienrätin Nelli Weigandt zum Thema "Seneca über den Wert der Zeit".

"Der Spannungsbogen steht: Mein sehr herzliches Willkommen Euch und Ihnen allen! Stiftungsfest am Casimirianum - wir haben 2017 etliche Gründe zum Feiern", so die Worte von Oberstudiendirektor Burkhard Spachmann bei der Eröffnung des diesjährigen Festaktus im Kongresshaus Rosengarten.

Zentraler Teil des Festaktus war der Vortrag Oberstudienrätin Nelli Weigandt zum Thema "Seneca über den Wert der Zeit ".

Wir haben nicht wenig Zeit, sondern wir haben viel davon verloren, so die Aussage der Rednerin. Die Nutzung der Zeit liege uns selbst in der Hand, so die Aussage von Seneca, einem römischen Philosophen, Dramatiker, Naturforscher, Politiker und als Stoiker einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit. Wie soll man sein Leben sinnvoll gestalten". Jetzt leben und nicht auf später verschieben, so die Worte von Seneca. "Während es aufgeschoben wird, geht das Leben vorbei".

Casimirianische Bildung sei reich und gehaltvoll und wird für die Neuen ab September auch wieder neun Jahre währen, hob Oberstudiendirektor Burkhard Spachmann in seiner Festansprache hervor. Solche Wechsel gab es in 412 Jahren Schulgeschichte mehrfach. Jetzt gelange die gymnasiale bayerische Bildungslandschaft wieder in ein, seiner Meinung nach, "geeigneteres Fahrwasser".

Heutzutage würden gerade in der Schulentwicklung so aktive Gymnasien wie das Casimirianum benötigt. "Ich sage nur Digitale Schule 2020." Das Casimirianum habe im 412. Schuljahr an Ausstrahlung gewonnen und es werde weiter gestärkt dies weiter durch Vieles. Die Schule lebe vorzüglich dank der nahezu ausnahmslos engagierten Schüler. Zum Vorzüglichen am Casi gehöre auch das stete Interesse und Mitwirken der Eltern am Bildungsprogramm und an der Spitze der Elternbeirat mit der Vorsitzenden Eva-Maria Rattay.

Fester Programmteil jedes Festaktus sei neben dem Vortrag zentral und für den Schulleiter am Casimirianum eine der vornehmsten Aufgaben die Auszeichnung der Besten nach einem Blick auf die Leistungsbilanz besonders erfolgreicher Schüler, sagte Spachmann. Gemäß Extra-Stifterwillen ist die bereits zum Abitur 2017 ausgelobte Prämie zu verlesen: Aus der Heinrich-Becker-Stiftung bekam Rahel Willmer diese Prämie für die Kombination sehr guter Abschlussleistungen in Deutsch, Geschichte und Musik.

Die Hauptstiftung ermöglicht es den Schüler bedenken die im Durchschnitt aller Vorrückungsnoten des Jahreszeugnisses eine sehr solide 1 vor dem Komma stehen haben: Carlo Emmer, Eileen Finzel, Felix Heß, Sophia-Marie Hoh, Miriam Keßler, Lukas Köpenick, Luca Schleicher, Leonard Stern, Simon Eichfelder, Jannis Schreiner, Vera Thost, Lilli Weiß, Gina Gebhard, Antonia Jacobi, Emilia Kessler, Jonas Nagel, Timon Radermacher, Alina Dreilich, Katharina Tammer, Amelie Wagner, Tobias Birk, Nathanael Illies, Alisia Werner, Miriam Büchner, Valentina Gaudiello, Leonie-Sophie Koch, Lena Langguth, Jakob Mauser, Christin Rimpler, Jonas Schindhelm, Zoe Schulz, Julia Siebert, Juli Starflinger, Vanessa Wagner, Max Zetzmann, Annika Augner, Sophia Brinster, Lara Dehler, Jan Finzel, Agnes Frittrang, Tiana Goller, Annika Ley, Maximilian Luther, Max Müller-Blech, Anna Oikonomides, Maria Partes, Lara Pöhn, Daniel Rosenmeyer, Pascal Ruderich, Jessica Spädt, Simon Stürzebecher und Johann Wutke.

Die Super-Mathe-Prämie aus der Alfred-Müller-Stiftung gab es für die beste Mathe-Jahresleistung in Unter-, Mittel- und Oberstufe: Gina Gebhard, Tobias Birk und Jessica Späth. Mehr als ein halbes Hundert, 55 Spitzenleistungschüler! Ohne den Abiturjahrgang, der ja schon "abgesahnt" hat. Was hier passiert, sei Ausdruck unseres casimirianischen Schullebens, stellte Burkhard Spachmann heraus. "Wenn man irgendwo und überhaupt den strapazierten Begriff Schulfamilie treffend verwenden kann, dann hier am casimirianischen Stiftungsfest".

Dass Schulorchester schnelllebig, schülergenerationenabhängig und schnell fluktuierend sind, sei in Coburg mehr als bekannt, so Spachmann. Studiendirektor Hans-Jürgen Hofmann schaffe es aber immer, die Ensembles zu formieren, Nachwuchs zu werben und tolle Programme zusammenzustellen. Mit den Hits "Star Wars", dem Medley "Indiana Jones" oder "Amadeus Superstar" waren den Casi-Musikern frenetischer Applaus sicher. Die CaSinfoniker entführten ins grenzenlose Weltall mit Themen aus der grandiosen Filmwelt der "Star Wars" mit dem bekannt bombastischen Hauptthema und dem hoffnungsvollen Princess Leias Theme.

Hervorzuheben sei in diesem Reformations-Luther-Jahr wieder einmal die Casiopeia. Das Team habe seine Anregung, einen Vorschlag von Michael Böhm, Coburg Stadtmarketing, auszuloten, offen, kreativ und äußerst kompetent aufgegriffen und "Luther auf"s Maul geschaut" - so der sprechende Titel der ausnehmend gut geratenen Sonderausgabe im Frühjahr. Sehr großer Respekt zollte der Oberstudiendirektor seinen Schülern. "Ihr habt Luthers anderes Schlagwort "Wo Dummheit regiert, Bildung krepiert!" verstanden. Was Ihr geleistet habt, beweist einmal mehr, welche tollen Früchte casimirianische Bildungsarbeit trägt. Vom Kultusministerium wurde vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass die Casiopeia 2017 wieder einmal zu Bayerns besten Schülerzeitungen gehört und sogar zum Bundeswettbewerb weiter geleitet wird.

Und dann das nächste Top-Traum-Team im Jahr Null, dem Vorbereitungsjahr als Modellschule im großen Schulversuch "Digitale Schule 2020". Von zwei Gymnasien aus ganz Bayern ist eines das Coburger Gymnasium Casimirianum. "Wir haben so für Schüler vorzügliche Voraussetzungen für den Start in die echte Versuchsphase geschaffen". Zum Ende des zweieinhalbstündigen Festaktus gab es einen musikalisch-fulminanten Schluss. Beschwingt dank der Musik und Stevie Wonders "You are the sunshine of my life", ein wenig auch aufs Casi passend, konnten alle Festbesucher beschwingt mitsummen, bevor sie in den Nachmittag zur "ludi-Zeit" wechselten.