20 Jahre hat Wolfgang Siebinger auf der Waldbühne selbst Theater gespielt. Ein alter Hase ist er - als Akteur ebenso wie hinter den Kulissen. In diesem Jahr ist für ihn ein großer Traum wahr geworden. Er inszeniert die Komödie "Die Eisheilige" auf jener Bühne, wo er einst seine ersten schauspielerischen Schritte machte.


"Von Anfang an hat die Chemie gestimmt"



1998 musste Siebinger das Theaterspielen aus beruflichen Gründen aufgeben. Doch lang dauerte es bis zu seiner Rückkehr nicht, allerdings nicht in Heldritt. Quasi "aufgespürt" wurde er von den Sachsenbrunner Volksmusikanten Helga und Oskar Höhlein, die ihn in Held ritt auf der Bühne erlebten. Ob er denn mal vorbeikommen könne in Sachsenbrunn und ein paar Tipps parat hätte für die dortige Theatergruppe, die alte Bühnentraditionen wieder zum Leben erwecken wollte? Siebinger ließ sich nicht lang bitten und war gleich begeistert: "Das waren fantastische Schauspieler, von Anfang hat die Chemie gestimmt", erinnert er sich.


"Aber wir schaffen es"



Im Herbst wurde Siebinger von den Heldrittern gefragt, ob er nicht die Regie übernehmen könne. Nicht nur, dass die Zeit durch das Theater in Sachsenbrunn knapp bemessen war und er erst nach der Premiere im Februar an Heldritt auch nur denken konnte: Wolfgang Siebinger hatte mit gesundheitlichen Problemen kämpfen - mit einem Herzinfarkt. Nichtsdestotrotz startete er mit dem Schauspielerteam im März in die Probenarbeit. "Einfach war das nicht", sagt er. Oft fehlen Akteure bei der Probe, weil es beruflich mit der Zeit nicht klappt. Oft muss improvisiert werden. "Aber wir schaffen es - davon bin ich überzeugt", sagt der Regisseur.

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