Anna Dressel schwimmt mit kräftigen Zügen durch den See im Waldbad, dort wird sie am Ufer von ihrem Cousin Niklas Dressel abgelöst, der sich sofort auf das Fahrrad schwingt und tüchtig in die Pedale tritt, bevor Laura Dressel die Staffel sicher ins Ziel bringt. So geht es zu, beim "Haba"- Familientriathlon, der bei seiner neunten Auflage viele Familien, Einzelstarter und Vereine an den Start lockte.

Bei diesem Event haben die Veranstalter bewusst Rücksicht auf das Coburger Samba-Festival genommen: "So hatten die Familien die Möglichkeit, sich am Sonntag die Umzüge anzuschauen", erklärt Corinna Trier der Firma Habermaaß. Sie zählt neben Eva Hoffmann (Jugendpflege Bad Rodach), Florian Guck (von Landratsamt), Michaela Brehm (Stadt Bad Rodach) und Detlev König (Radio 1) zu den Initiatoren des Familientriathlons.

Eine Idee für alle

Die Idee für den Triathlon, erinnert sich Trier, wurde auf Initiative mit der "CoJe" und dem Landratsamt unter der Regie von Jürgen Forscht geboren. Ziel war es, eine gemeinsame sportliche Aktivität für Familien zu schaffen. "Mit dem Waldbad Bad Rodach haben wir eine perfekte Lokation gefunden", freut sich Corinna Trier. Aufgebaut ist der Triathlon (150 Meter Schwimmen, fünf Kilometer Radfahren und 1500 Meter Laufen) rund um das Bad, entlang von Feldern, Wiesen und Wäldern.

Die Teilnehmerzahl lag heuer bei 120 - Kinder und Eltern, Einzelstarter und Vereine. Auch das Wetter spielte in diesem Jahr mit: Die Sonne strahlte vom Himmel, die Temperaturen waren angenehm, die Wassertemperatur betrug 21 Grad. Die Zwillinge Anna und Laura Dressel sind alte Hasen beim Familientriathlon. Sie erinnern sich noch an Regenschauer und Zeiten, an denen sie rund um den Wettkampf in wärmende "Fleecejacken" gehüllt waren.

Die Mädchen aus der Gemeinde Großheirath gehen bereits zum siebten Mal an den Start. Freilich würden sie gerne gewinnen - aber was viel wichtiger ist: "Der Spaß am Sport steht im Vordergrund", sagt Laura. Das ist auch der Grund, weshalb sie jedes Jahr wieder teilnehmen - wie viele andere treue Besucher der Veranstaltung auch.

Nicht nur der Wettbewerb lockte die Besucher in das idyllische Waldbad am Rand der Kurstadt. Es gab jede Menge Attraktionen für kleine Besucher "Durch unsere Spiel- und Spaßaktionen haben wir die Resonanz in diesem Jahr noch einmal gesteigert", erzählt Corinna Trier. Auf dem See konnten die Kinder Kajak fahren und im Aqua-Ball über das Wasser laufen, hinter dem See war ein Trampolin zum Bungee-Jumping aufgebaut, für die Kleinsten stand unter anderem eine Hüpfburg bereit. Und nicht zu vergessen: Die Musik - sie machte allen Anwesenden sofort gute Laune. Kein Wunder an so einem Tag.