Unfallgefahr besteht im nördlichen Bereich der Laufbahn, im Fachjargon auch Kampfbahn B genannt, auf der Freisportanlage Wildenheider Straße. Aus diesem Grund musste der Wettbewerb- und Trainingsbetrieb bereits eingeschränkt werden.

Schon seit Jahren ist das Problem bekannt, jetzt will die Stadt "Nägel mit Köpfen" machen, wurde in der jüngsten Sitzung des Sport, Kultur- und Sportsenats beschlossen. Doch das Wie und Wann steht noch nicht fest.
Zur Vorgeschichte: Bereits im Jahr 2013 wurde festgestellt, dass sich die Laufbahn in der "Nordkurve" deutlich absenkt. Nach einem Gutachten eines Ingenieurbüros wurde beim Bau der Laufbahn der Untergrund lediglich aufgeschüttet. Nunsenkt er sich ab. Schon damals wurde davon abgeraten, nur Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen, da ein Ende der Absenkung offensichtlich nicht abgesehen werden konnte.
Ein Jahr später wurde ein weiteres Gutachten mit dem Ziel in Auftrag geben, einen Sanierungsvorschlag zu erarbeiten. Um den Bereich nachhaltig zu festigen, wurde ein Aufwand von etwa 300 000 Euro prognostiziert.


Die Stadt hat schon Geld bereitlegt

Die Stadt reagierte und stellte entsprechende Mittel in den Haushalt 2015 ein. Natürlich wollte man nicht auf öffentliche Zuschüsse verzichten. Und hier liegt nun der berühmte "Hase im Pfeffer" und sorgt dafür, dass das Projekt in diesem Jahr wohl nicht mehr umgesetzt werden kann. Wie Wendelin Fink (Bauamt Stadt Neustadt) den Senat unterrichten musste, hieß es seitens der Regierung von Oberfranken im Jahr 2015 zunächst, dass bis Februar 2016 eine Aussage über Fördermittel gegeben werde. Jetzt wurde aus Bayreuth darauf verwiesen, dass frühestens im Mai 2016 eine Stellungnahme erfolgen könne.

Auch wird nach Worten von Wendelin Fink vom Stadtbauamt die Möglichkeit geprüft, ob der Landkreis Coburg mit "ins Boot" geholt werden kann. Da erst im Mai verlässliche Zahlen bezüglich der Förderung vorlägen, käme man mit den notwendigen Ausschreibungen nach Finks Worten in eine "ungünstige" Zeit. "Erfahrungsgemäß fallen die Preise bei gefüllten Auftragsbüchern anders aus als am Anfang eines Jahres", erklärte Fink. Daher werde das Projekt aus wirtschaftlichen Gründen in diesem Jahr nicht mehr umgesetzt. So sah es auch Dritter Bürgermeister Martin Stingl (SPD). Er betonte: "Wir wollen ein klares Signal für eine vernünftige Sanierung in einem ebenso vernünftigen Kostenrahmen setzen."


Bildungsstätte geplant

Einen wesentlichen Schritt weitergekommen ist das Projekt "Bildungsstätte innerdeutsche Grenze". Wie Julia Zenglein den Senat informieren konnte, soll die ehemalige Grenzinformationsstelle sowohl inhaltlich als auch gestalterisch zu einer Bildungsstätte ertüchtigt werden. Hierzu seien fünf Fachbüros eingeladen worden, an einem Wettbewerb teilzunehmen. Drei von ihnen, so Julia Zenglein, hätten die entsprechenden Unterlagen angefordert.

Die Einsendefrist der Ausarbeitungen endete am 16. Februar. In nichtöffentlicher Sitzung sollen die Konzepte dann am 25. Februar einer Fachjury vorgestellt werden, die dann einen Empfehlungsbeschluss trifft, so Julia Zenglein.