Selbst für Stammgäste mit über 3000 Besuchen hat die "Therme Natur" immer mal wieder eine Überraschung parat. Ines Grünberg sowie Roswitha und Hermann Beierweck - die man getrost als Besucher von der ersten Stunde an im Thermalbad bezeichnen kann - jedenfalls sind hellauf begeistert vom "Georgsblick", dem neuen Ruheraum im Sauna-Bereich. "So schön wie noch nie", sagt deshalb Roswitha Beierweck, ist dadurch das Saunieren am Fuße des Georgenberges.


Bei solchen Aussagen bekommt Thermen-Geschäftsführer Lutz Lange natürlich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Denn der "Georgsblick" ist ja nur der Anfang der Neugestaltung des Saunabereiches. Durch die Nutzung eines Raumes direkt im Anschluss an die "Erdfeuer"-Sauna stehen den Besuchern jetzt 25 Liegeplätze zur Verfügung, bislang waren es nur 11. "Gerade im Winter wurde es da manchmal schon ein bisschen eng. Aber jetzt dürfte dieses Problem gelöst sein", glaubt Roswitha Beierweck. 35 000 Euro, erklärt Lutz Lange, haben die Umbauarbeiten sowie die neue Möblierung für den Ruheraum gekostet.


Die Kosten sind jetzt im Rahmen

Inzwischen können Lange und seine Geschäftsführer-Kollegin Stine Michel auch wieder lockerer über die finanzielle Seite des Umbaus reden. Vor ein paar Wochen war dies noch anders, weil die erste Ausschreibung für den Umbau eines kaum genutzten Therapiebereichs zum Ruheraum auf einen nicht zu finanzierenden Preis hinaus lief. Deshalb zogen die Thermen-Geschäftsführung und Stadtkämmerer Michael Fischer gemeinsam die Reißlinie und brachten eine komplett neue Ausschreibung auf den Weg.

"Das Projekt bleibt gleich, aber die Ausschreibung haben wir modifiziert", erklärt Lutz Lange, warum der Umbau erst jetzt in Angriff genommen wird.
Inzwischen ist die zweite Ausschreibung abgeschlossen und die Aufträge sind vergeben. Michael Fischer ist zufrieden mit den Ergebnissen: "Wir bleiben bei den Baukosten innerhalb der Vorgaben des Stadtrates." Das heißt: bei 450 000 Euro. Dass diese wiederum fast ausschließlich an lokale und regionale Firmen gehen, ist Lutz Lange da schon noch einmal eine Erwähnung wert. Bis Endes des Sommers werden die Umbauarbeiten voraussichtlich dauern, wobei Thermen-Chefin Stine Michel davon ausgeht, dass der normale Bad-Betrieb dadurch nicht eingeschränkt wird. Oder: "höchstens unwesentlich".

Denn die Baustelle wird über einen eigenen Weg hinten angefahren, zudem gibt es einen Bauzaun und feste Absprachen zur Arbeitszeit mit den Baufirmen.


Mit der Erweiterung der Ruheräume für den Saunabetrieb liegt die "Therme Natur" im allgemeinen Trend der deutschen Bäder-Branche. Ein Drittel aller Gäste zahlt inzwischen den Aufpreis für die Saunanutzung - "mit klar steigender Tendenz", wie Lutz Lange erklärt. Das ist für ein Thermalbad gut, denn Saunabesucher bleiben deutlich länger in den Bädern als "normale" Besucher. Und wer länger bleibt, konsumiert auch was - für diese Rechnung muss man kein Mathematiker sein. Dafür muss man diesen Gästen auch was bieten, weiß Stine Michel: "Ziel muss es sein, dass für jeden Besucher nahezu immer eine Liege zur Verfügung steht."


Keine Wünsche mehr offen

Hermann Beierweck, wie seine Frau zweimal die Woche in der Therme zu Gast, ist schon vor der jetzt anstehenden Ruheraum-Erweiterung zufrieden mit dem Angebot im Thermalbad. Auf die Frage, was er sich denn in der "Therme Natur" noch so wünscht, fällt dem Bad Rodacher auch nach ein paar Sekunden Zeit zum Überlegen partout nichts ein: "Ich bin hier wunschlos glücklich."