Endlich: Nach monatelanger Zwangspause im Übungsbetrieb kehrt wieder der Alltag ins Geschehen bei den Jugendfeuerwehren im Coburger Land zurück. Erste größere Veranstaltung war jetzt der "Corona-Cup", der Ersatz für das eigentlich am vergangenen Wochenende geplante große Zeltlager der Jugendfeuerwehren.

Die Feuerwehr-Olympiade hatte das Motto "Zurück in die Zukunft". Das Programm ausgedacht hatte sich das Team um der Vorsitzenden des Kreisjugendfeuerwehrverbandes, Nicole Boßecker. Jugendliche aus dem gesamten Landkreis kamen dabei zusammen und freuten sich sichtlich, mal wieder ihre Freunde von den anderen Feuerwehren treffen zu können.

Das Feuerwehrhaus in Breitenau, einem Stadtteil von Bad Rodach, diente als Startplatz. Die Vorsitzende des Kreisjugendfeuerwehrverbandes und ihr Stellvertreter, Markus Wenzel, versicherten den angereisten sechs Gruppen, dass man es bei den Wettbewerbsmodalitäten nicht allzu ernst nehmen wolle: Spiel und Spaß standen im Mittelpunkt.

Ohne Wissen geht nichts

Bad Rodachs Bürgermeister, Tobias Ehrlicher (SPD), lobte die gute Organisation des Wettbewerbs und freute sich über das Ende des Corona-Lockdowns bei den Feuerwehren: "Es ist schön, dass es wieder möglich ist, solche Wettbewerbe durchzuführen." Dies sei wichtig, um bei den Jugendlichen die Motivation aufrecht zu erhalten. Kreisbrandrat Manfred Lorenz vergaß auch den fachlichen Aspekt nicht: "Es ist wichtig, dass wir uns wieder treffen können, um das Feuerwehrwissen aufzufrischen." Da sei so was wie die Feuerwehr-Olympiade genau der richtige Weg. Für die nahe Zukunft zeigte sich der Kreisbrandrat optimistisch, dass bald wieder ein normaler Feuerwehrdienst möglich sein wird. "Dieser ist schließlich die Grundlage für die Arbeit in der Feuerwehr", sagte der Kreisbrandrat und überreiche an jeden Teilnehmer ein Feuerwehrtuch.

Voller Elan machten die Jugendliche auf den Weg zu den zehn Stationen. Oft war gar kein großes Feuerwehrwissen, sondern eher Geschicklichkeit gefragt. Geübt wurden unter den kritischen Augen von zehn Schiedsrichtern, die auch die Punkte vergaben. Zum Programm der Feuerwehrolympiade gehörten Disziplinen wie der Transport eines Golfballs durch einen Feuerwehrschlauch, der richtige Umgang mit der Kübelspritze, Stiefeltransport und der allseits bekannte Bierdeckelweitwurf.

Und so ging die Sache aus

Alle Jugendgruppen haben die Aufgaben gemeistert und erhielten bei der Siegerehrung Erinnerungspokale, die von Persönlichkeiten aus der Feuerwehrführung und der lokalen Politik gespendet worden waren. Der Endstand beim "Corona-Cup": 1. Feuerwehr Mährenhausen; 2. Neundorf; 3. Niederfüllbach; 4. Lahm/Pülsdorf; 5. Hattersdorf; 6. Breitenau.