Mit großem Aufgebaot rückte die Feuerwehr am Freitagmittag in der Feldstraße in Neustadt an. Einsatzziel war eine brennende Gartenhütte. Dass dennoch neben der Neustadter Kernstadtwehr auch die Kollegen aus mehreren Stadtteilen und sogar die benachbarte Rödentaler Wehr alarmiert wurden, liegt wohl an der sensiblen Lage des Brandherdes. Das Gebiet zwischen Feldstraße und Bahnhof, in Nachbarschaft der Realschule und des Gymnasiums ist dicht bebaut, bei einem Ausbreiten der Flammen von der Hütte, die unmittelbar an ein Wohnhaus angebaut war, auf die umliegenden Gebäude hätte rasch ein kaum noch beherrschbarer Großbrand entstehen können.

Doch dank des raschen massiven Feuerwehreinsatzes wurde das verhindert. So konnte der Schaden nach Schätzungen der Polizei auf etwa 30.000 Euro begrenzt werden.

Kurz nach 12 Uhr teilte ein Anwohner aus der Feldstraße starke Rauchentwicklung und offenes Feuer mit. Beim Eintreffen der Polizei brannte der Schuppen lichterloh und die Flammen drohten auf das danebenstehende Wohnhaus sowie ein angrenzendes Firmengebäude überzugreifen. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren aus Neustadt, Wildenheid, Haarbrücken, Ebersdorf bei Neustadt, Fürth am Berg, und Rödental, die mit insgesamt 54 Einsatzkräften zur Brandbekämpfung vor Ort waren, konnte das Feuer in relativ kurzer Zeit eingedämmt und abgelöscht und somit ein Übergreifen auf die anderen Gebäude verhindert werden. Die Hütte mit danebenstehendem Schuppen war samt Inhalt ein Raub der Flammen geworden. Das angrenzende Wohnhaus sowie das danebenliegende Firmengebäude wurden lediglich an den Fassaden verrusst. Ein im Grundstück abgestellter Wohnwagen wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.


Brandstiftung ausgeschlossen



Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Anwesende Hausbewohner und Firmenangehörige waren vorsorglich evakuiert worden. Vorsätzliche Brandstiftung kann ausgeschlossen werden. Die Ursache dürfte im versehentlichen Einschalten einer Sicherung liegen, wodurch eine Stromleitung, die in die Gartenhütte führte, aktiviert wurde und dort einen Grill in Brand setzte.

Die Zahl der Schaulustigen ging kurzeitig in die Hunderte, weil gerade in den beiden benachbarten Schulen Unterrichtsende war und sich die Schüler auf den Weg zum Bahnhof und zum Busbahnhof machen. Die Löscharbeiten wurden aber im wesentlichen nicht von der Feldstraße aus durchgeführt so konnten größere Behinderungen des Schulbusverkehrs vermieden werden.

Bürgermeister Frank Rebhan (SPD) war zum Brandort geeilt, obwohl er sich gerade im Krankenstand befindet. Er lobte vor allem die Neustadter Wehr um Stadtbrandinspektor Rolf Höfner für ihren raschen und erfolgreichen Einsatz. Auch Stadtrat und Landtagsabgeordneter Jürgen W. Heike (CSU) war vor Ort, um sich ein Bild vom Einsatz der Wehr und vom Umfang des Schadens zu machen.