Coburg/Lichtenfels
Gericht

"Eine tickende Zeitbombe"

Ein 31-jähriger Coburger fuhr betrunken und ohne Führerschein in Kamikaze-Manier auf der A 73 und verursachte einen Unfall. Der Amtsrichter schickt ihn eineinhalb Jahre ins Gefängnis.
So gut wie jedes im Strafgesetzbuch gelistete Trunkenheitsdelikt findet sich im Vorstrafenregister eines 31-jährigen Coburgers wieder: er fuhr immer wieder sturzbetrunken Auto, baute einen Unfall, beging Fahrerflucht und das alles ohne Führerschein. Im Juli und im November vergangenen Jahres hatte der Arbeitslose wieder zugeschlagen. Dafür musste er sich gestern vor dem Lichtenfelser Amtsgericht verantworten.


Mit 2,23 Promille auf der Autobahn unterwegs



Zur Gerichtsverhandlung wurde der Angeklagte gestern gefahren - von Uniformierten, denn er sitzt seit Januar im Gefängnis. Dort wird er auch vorerst bleiben, denn Richter Armin Wagner verurteilte den Verkehrsrowdy zu eineinhalb Jahren Haft wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Trunkenheit im Verkehr, Körperverletzung und Unterschlagung.
Im Juli war der 31-Jährige mit 2,23 Promille Alkohol im Blut auf der A 73 zwischen Untersiemau und Lichtenfels in einer Tempo-120-Zone mit überhöhter Geschwindigkeit an mehreren Autos vorbeigezogen. Während des Überholvorgangs krachte der Coburger schließlich in einen auf der rechten Spur fahrenden Wagen. Dessen Fahrer geriet ins Schleudern und landete in der Leitplanke.


Urteilsbegründung



Richter Wagner in seiner Urteilsbegründung: "Fahrende Besoffene sind tickende Zeitbomben. Oft ist es reiner Zufall, wenn nichts passiert."

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