Mit einem besonderen Geschenk kam Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach (CSU) zur Jahresabschlussfeier des THW (Technische Hilfswerk), Ortsverband Coburg. Er überreichte an den Vorsitzenden Frank Heublein die Papiere für einen Mannschaftslastwagen mit Allradantrieb. Der ML4 von Mercedes Benz hat einen Wert in Höhe von 110   000 Euro. Wie er später mitteilte, werde im Bund das Engagement des THW-Coburg sehr wohl gesehen. Es ermögliche und rechtfertige die Übergabe eines derartig hochwertigen Allradfahrzeuges.

"Unsere Gesellschaft wäre ohne das THW und die Hilfsorganisationen ein großes Stück ärmer. Mir ist deutlich geworden, was für ein Glück wir haben, weil wir ganz andere ehrenamtliche Leistungen vorweisen können." Hans Michelbach bezog sich auf ein Erlebnis, das er als Bundestagsabgeordneter hatte, als er sich in Japan die Gegend um Fukushima angeschaut hatte.
Wie er berichtete, seien in Japan derartige ehrenamtliche Tätigkeiten, wie die vom THW erbrachten, in der dortigen Gesellschaft nicht üblich. Der Bundestagsabgeordnete rief dazu auf, in unserer Gesellschaft nicht nur Schulden zu vererben, sondern auch das Bewusstsein der ehrenamtlichen Chancen.

Wie der Vorsitzende Frank Heublein ausführte, habe das THW Coburg 2012 ein relativ ruhiges Jahr gehabt. "Relativ aber nur deswegen, weil wir mittlerweile ein fester Bestandteil des Katastrophenschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr in Stadt und Landkreis geworden sind. Wir haben dieses Jahr 25 Einsätze bewältigt."
Diese lagen im Bereich der technischen Unterstützung durch Großgeräte, Abstützarbeiten bei Bränden, Bergung von Fahrzeugen beziehungsweise Anhängern, diversen Eigentumssicherungen, Fachberatereinsätzen und Einsätzen der im Voraus benannten örtlichen Einsatzleiter, Straßensperrungen und Verkehrsregelungen, Räumung und Abtransport von Gütern, Beleuchtungsaufgaben, resümmierte Heublein.
Der größte Einsatz für den Coburger THW sei der Innenstadtbrand mit anschließender Versorgung der Betroffenen an Pfingsten gewesen.

Lobend erwähnte Frank Heublein auch die 24 Jugendlichen der Jugendgruppe. "Auch die Jugendgruppe war wie immer sehr aktiv. Hier gilt besonderer Dank Elke Mierzwa und André Liebold, die sich vorbildlich um die Jugendarbeit im Ortsverband kümmern", unterstrich der Vorsitzende.

Der THW-Geschäftsführer Curd W. Mohr stellte anhand einiger Zahlen den finanziellen Bedarf des THW Deutschland und gesondert des THW Bayern dar. Wollte man das Technische Hilfswerk mit aktuellen Fahrzeugen und dem nötigen Equipment am Laufen halten, benötigte man in Deutschland etwa 178,6 Millionen Euro. Allein für Bayern seien etwa 38 Millionen Euro nötig. Um diesen finanziellen Bedarf etwas zu drücken, habe man sich auf der Leitungsebene zusammengesetzt und einen Minimalbedarf von 78,9 Millionen Euro errechnet. Dazu müssten allerdings die Fahrzeuge, Anhänger, Notstromaggregate teilweise bis zu 15 Jahre länger im Gebrauch bleiben als vorgesehen. em