Der Ausschuss Infrastruktur, Bauen und Umwelt (IBU) sah sich am Dienstag zwischen Meschenbach und Weißenbrunn am Forst das Gelände auf der Anhöhe an, auf dem ein Bio-Freiland-Legehennenstall für vier mal 3000 Tiere gebaut werden soll. Den Bauantrag dafür hatte Felix Rosenbauer gestellt.

Der geplante Stall soll durch einen bestehenden Wirtschaftsweg ausreichend erschlossen werden. Die weitere Erschließung (Wasser, Strom) soll über die Straße Kiefernweg und über eigene landwirtschaftliche Flächen des Antragstellers auf einer Strecke von 525 Metern erfolgen. Die überplante Gesamtfläche inklusive Außenanlagen beträgt 5,6 Hektar. Der Stall bringt es auf eine Grundfläche von 88 mal 26 Meter. Er soll aus einer Stahlkonstruktion mit Sandwich-Elementen an den Seiten und Dachhaut errichtet werden. Ein kleiner Teil der Fläche wird befestigt sein. Neben dem Stall sollen vier Futtersilos mit je 30 Kubikmeter Volumen sowie ein 4,50 mal zehn Meter großes Kotlager installiert werden.

Nach EU-Biostandard

Stall und Außenanlage wird laut Plan nach EU-Biostandard konzipiert: Im Innenbereich werden sechs Hühner pro Quadratmeter gehalten und im Außenbereich stehen jedem Huhn vier Quadratmeter zur Verfügung. Jeweils Stall- und Außenbereiche sind für je 3000 Hühner getrennt, die sich von 10 Uhr bis zur Dämmerung außen aufhalten - die restliche Zeit im Stall.

Von den 12000 Hennen werden pro Tag etwa 10000 Bio-Eier produziert, die über den Geflügelhalter Carl, Itzgrund, vermarktet werden sollen.

Der Außenbereich soll sternförmig mit sogenannten Pappelstreifen gegliedert werden. Insgesamt sollen 9300 Bäume zum Schutz vor Sonne und Greifvögeln gepflanzt werden. Das gesamte Außengelände wird von einem Wildschutzzaun aus Maschendraht mit einer Höhe von 1,60 Meter geschützt.

Von der Formgebung füge sich die geplante Anlage mit ihren grünen Pappeln bestmöglich in das Landschaftsbild ein, sagte Planer Hans Ultsch (Theisenort). Der Abstand zu den Wohnbebauungen der beiden Gemeindeteile betrage zwischen 300 und 450 Metern, erklärte Ultsch den Ausschussmitgliedern. Meistens komme der Wind aus Westen; möglicherweise entstehende Gerüche würden so in Richtung freie Natur verteilt. Trotzdem seien bei Inversionswetterlagen Geruchsbeeinträchtigungen nicht komplett auszuschließen. Aus dem Kot werde wertvoller Dünger gewonnen.

Da keine erkennbaren öffentlich-rechtlichen Vorhaben entgegenstehen und die Erschließung gesichert ist, erteilte der Ausschuss IBU am Dienstag sein Einvernehmen mit dem Bauvorhaben. Nun hat das Landratsamt das letzte Wort.

Da der Antragsteller der Sohn des Bürgermeisters ist, wurde Rolf Rosenbauer in diesem Fall von der Beratung und der Beschlussfassung ausgeschlossen.