Aufatmen in Lautertal. Mit dem vergangen Sonntag ging die 21-monatige Vakanz der ersten Pfarrstelle zu Ende. Pfarrer Martin Kollei wurde unter bemerkenswerter Teilnahme der Bevölkerung in sein neues Amt eingeführt.

Die Installation des neuen Seelsorgers hatte fast schon "konklavische" Dimensionen. Elf Pfarrerinnen und Pfarrer waren dabei um Martin Kollei, auf dem Weg in die Trinitatiskirche Unterlauter zu begleiten. Die Mentalität der Oberfranken ist dem 32 -jährigen Martin Kollei nicht fremd. Aufgewachsen in Hummental, vor den Toren von Bayreuth, kam er nach seinem Theologiestudium zunächst nach Münchberg, um seine Ausbildung zu vervollständigen. Aus dem ehemaligen Pfarrer zur Anstellung, wurde mit der Installation nun ein "richtiger Pfarrer".

Viel zu tun

Der Weg nach Lautertal sei ihm nicht schwer gefallen, betonte Martin Kollei, obwohl er in Münchberg viele Freunde und soziale Kontakte zurücklassen musste, freut er sich auf seine neue Aufgabe. Eines hat er schon nach kurzer Zeit gesehen: "Hier gibt es einen Haufen Arbeit." Das soziale Umfeld, die herzliche Aufnahme, die Lage von Lautertal, ein Dorf, das vor den Toren einer Stadt liegt und letztlich auch das schöne große Pfarrhaus, gaben für ihn den Ausschlag mit seiner Frau Kristina und den Kindern Esther (vier Jahre), Daniel (zwei Jahre) und Miriam (vier Monate) das Angebot in Lautertal anzunehmen. Den Tag seiner Installation bezeichnete Martin Kollei als einen "sehr glücklichen Tag", obwohl etwas Wehmut nach den Tagen in Münchberg mitschwingt.
Der herzliche Empfang der Bürger, die ihm auch nach dem Installationsgottesdienst zu Teil wurde, bestärkte den Theologen die richtige Entscheidung getroffen zu haben. "Für mich ist es nun wichtig, unter die Leute zu kommen", kündigte er zu seiner Arbeit im Ort an.

Schwerpunkt Kinder und Jugend

Einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit in Lautertal sieht er in der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Betreuung der Bauvorhaben. Schon in den wenigen Tagen in Lautertal wurde ihm bekannt, dass in der Gemeinde ein reges Vereinsleben herrscht. Auch aus diesem Grund sind ihm die Kontakte zu den einzelnen Vereinen sehr wichtig. Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand, dem er seit den ersten Treffen sehr viel Vertrauen entgegenbringt und Pfarrerin Eichhöfer-Wunder, sieht Martin Kollei die Grundlage geschaffen, die Herausforderungen, die sein Amt mit sich bringt, positiv und zum Wohle der Bürger Lautertals anzugehen.

Klar ist sich Pfarrer Kollei, dass dies nicht von heute auf morgen geht. Das Motto seiner Tätigkeit in Lautertal brachte er gleich in seiner ersten Predigt zum Ausdruck: "Sich für Glauben und Gott einsetzen", und dies in Lautertal nicht nur für kurze Zeit, betonte Martin Kollei. "Lautertal ist für mich keine Durchgangsstation. Was die Zukunft bringen wird, weiß allerdings nur einer", stellte der mit viel Herzlichkeit empfangene Lautertaler Pfarrer abschließen fest.