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Coburg
Solo-Kletterer

Ein alpiner Grenzgänger stellt sich in Coburg vor

Seine Abenteuer in der Bergwelt präsentiert Christoph Hainz am 14. Januar im Coburger Kongresshaus Rosengarten.
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Christoph Hainz in der Route Pressknödel in der Nordwand der Großen Zinne. Eine seiner vielen bedeutenden Erstbegehungen der letzten Jahre. Foto: Claudia Ziegler
Christoph Hainz in der Route Pressknödel in der Nordwand der Großen Zinne. Eine seiner vielen bedeutenden Erstbegehungen der letzten Jahre. Foto: Claudia Ziegler
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Christoph Hainz, Südtiroler Bergführer sowie herausragender Alpinist und Allrounder in Fels, Eis und Schnee bietet am 14. Januar von 19 bis gegen 22 Uhr im Kongresshaus Rosengarten Einblicke in sein Bergleben. Das Multivisionsprogramm zeigt seine ganze Vielseitigkeit und bietet faszinierende Momentaufnahmen und spektakuläre Videos vom Extrem-Eis- und Felsklettern. Der 2014 entstandene Film "Der Zinnenmann" beleuchtet unter anderem die Solobegehung der Großen Zinne Nordwand in atemberaubenden Szenen.

"Ein traumhafter Sommertag im August 2014. Die Nachmittagswolken sind ausgeblieben, die Nordwände der Zinnen stehen in voller Pracht vor uns. 16 Uhr, die Alpinisten, die heute Morgen eingestiegen sind, sollten ihr Tagwerk schon vollbracht haben. acht bis zehn Stunden müssen die Seilschaften in den Routen wie Comici oder Hasse-Brandler schon einrechnen und dann nochmal zwei Stunden Abstieg für den normal begabten Kletterer.
Einer steigt erst jetzt ein und hat sich für heute ganz besonderes vorgenommen: Christoph Hainz.

Free Solo durch die Nordwand der großen Zinne heißt sein Tagesziel. 600 Klettermeter ohne Sicherung, ohne jedes Hilfsmittel. Da ist es gut, wenn alle anderen schon durch die Wand sind und die Steinschlaggefahr minimiert.

Hainz steigt ein, er hat sich schon lange in diesen Tag hineingedacht und sich mental auf die Herausforderung vorbereitet. Schnell ist er im Flow, klettert konzentriert, scheinbar mühelos und ohne Pausen. Nach einer guten Dreiviertelstunde steht er am Gipfel.

Dieses Solo ist nur eine von sehr vielen herausragenden alpinistischen Leistungen die der Südtiroler Bergführer in den letzten 20 Jahren abgeliefert hat. Die Eiger-Nordwand solo in 4,5 Stunden, der Fitz Roy - ebenfalls im Alleingang in neun Stunde - sind weitere Highlights. Am 14. Januar kommt Hainz nach Coburg und wird über sein beeindruckendes Bergleben berichten.

Spannende Videos, spektakuläre Bilder und ein ganz neu gedrehter Film, über eben die genannte Solo-Begehung der Comici, warten auf das Publikum im Kongresshaus.

Der 53-Jährige erzählt ohne Allüren von den vielen Abenteuern in seinen Dolomiten und auf den Bergen der Welt. Von Patagonien über Afrika bis Alaska reicht seine Reise- und Expeditionserfahrung.

Dabei geht die Präsentation weit über das reine Felsklettern und Bergsteigen hinaus. Christoph Hainz ist ein echter Allrounder. Neben Fels in allen Schattierungen, gehören auch steiles Eis und anspruchsvolles Skibergsteigen zu seinem Repertoire. Überall sammelte er faszinierende Bilder. Man darf sich auf einen spannenden Abend freuen, den sicher kein Bergfreund verpassen sollte.

Bildvorschläge:
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Bildunterschriften:
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04: Im steilen Mix-Gelände, d.h. Klettern in aus Fels und Eis kombinierten Kletterrouten. Die Fortbewegung erfolgt mit Hilfe von Steigeisen und Eispickeln oder Eisgeräten. Auch diese Form des Kletterns betreibt Christoph Hainz auf höchstem Niveau.
05: Im steilen Fels. Mit Kletterrouten bis zum Schwierigkeitsgrad 10+ hat sich Christoph Hainz in der Kletterszene einen Namen gemacht.
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