Um im Ernstfall schneller vor Ort zu sein, bis der Rettungswagen eintrifft, übernehmen die Mitglieder der BRK-Bereitschaft Ebersdorf zusätzlichen Dienst als Helfer vor Ort (HvO). Obwohl die Fahrzeuge mit Licht- und Tonsignalen ausgestattet sind, kann es für die Einsatzkräfte zu brenzligen Situationen kommen, dann etwa, wenn nicht vorhersehbare Situationen, Ereignisse oder Wetterverhältnisse eintreten.

Um den Helfern vor Ort ein Stück Sicherheit beim Lenken eines Einsatzfahrzeuges zu geben, hat Zweiter Bürgermeister Joachim Hassel (SPD) ein Fahrsicherheitstraining bei der Kreisverkehrswacht Coburg in die Wege geleitet und dieses für die Einsatzkräfte auch organisiert; denn auch Einsatzfahrzeuge sind nicht vor Unfällen gefeit. An dem Training nahmen Alexander Schiek, Nick Fruhnert, Dennis Busch, Jennifer Wiedenmann, Michael Wagner, Tobias und Ralf Schramm, Cristina Cusin-Busch, Ralf Hansel, Yvonne und Michael Butz teil.
Sie kamen zu dem Schluss, dass ein solches Fahrsicherheitstraining äußerst sinnvoll sei und vor allem auch viel Spaß gemacht habe.

Bei einem Notfall stehe der Helfer vor Ort unter Zeitdruck, habe vielleicht schon Bilder vom Einsatz im Kopf und trage als Fahrer zusätzliche Verantwortung. "Deshalb ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte bei ihren Fahrten sicher an- und sicher nach Hause kommen", führte Joachim Hassel an. Auch bei den Ebersdorfer Helfern vor Ort sei es 2012 schon einmal zu einem Unfall gekommen.


Theorie und Praxis

Die Teilnehmer waren in zwei Gruppen unterwegs, um sich unter der Leitung von Thorsten Krauß, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht, sowie den Coaches Diana Müller, Ralf Landgraf, Thomas Geburzi und Herbert Seyfarth in Theorie und Praxis fit zu machen. Neben Neuerrungen der Straßenverkehrsordnung erhielten die Teilnehmer unter anderem auch Belehrungen im Sonder- und Wegerecht. Auf dem Kaeser-Parkplatz setzten sie dann das im Unterricht vermittelte Wissen in die Praxis um. So durften sie sich auf der Übungsstrecke nach entsprechender Einweisung im Rangieren und Parken üben. Neben dem Fahren auf rutschigem Untergrund durchfuhren sie beispielsweise auch einen Slalomparcours, übten das Ausweichen und das Bremsen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. "Hier hat sich gezeigt, dass beim richtigen Bremsen der Bremsweg viel kürzer ist, als man eigentlich denkt", sagte Michael Butz aus.