Die Gemeinde Ebersdorf ist durch den modifizierten Verlauf der 380-Kilovolt-Hochspannungsleitung unmittelbar und heftig betroffen. Deshalb hat der Gemeinderat am Dienstagabend einstimmig eine grundsätzlich ablehnende Stellungnahme zum ergänzenden Raumordnungsverfahren verabschiedet.


Erholungsfunktion maßgeblich gestört



Die vom Netzbau-Unternehmen "Tennet" vorgelegte Planungsvariante nördlich von Großgarnstadt widerspricht nach Ansicht der Gemeinde dem Ziel der Windenergie-Nutzung nach dem Regionalplan, weil sie dort das Vorranggebiet bei Großgarnstadt tangiert. Ferner stehe sie im Gegensatz zu den Vorgaben des Bundes- und des Bayerischen Naturschutzgesetzes, da durch Querung des Waldgebietes Teuern dessen "besondere Erholungsfunktion" maßgeblich gestört werde. Zudem ergibt sich ein großes Konfliktpotenzial für die teils dort vorhandenen seltenen Tierarten.


Dezentrale Stromversorung als Alternative?



Aus Sicht der Gemeinde ist die Prüfung einer möglichen Trassenführung im Abschnitt zwischen Lützelbuch und Zedersdorf notwendig, da dort ein Anschluss auf den Korridor "Ost" möglich wäre. Diese Trasse, so heißt es in der Stellungnahme des Gemeinderates, hätte wesentlich weniger schädliche Auswirkungen auf Mensch, Natur, Landschaft, Tierwelt und auf die infrastrukturelle Weiterentwicklung der betroffenen Gemeinden.