Der Modellflugclub Coburg hatte auch in diesem Jahr zum Drehflüglertreffen nach Glend eingeladen. Ein interessantes Programm quer durch die faszinierende Welt der Drehflügler wurde den Besuchern an zwei Tagen geboten. Die Piloten nutzen das einzigartige Fluggelände in exponierter Lage mit einer fast 200 Meter langen Hangkante, denn hier können die Piloten ihre Modelle im Flug auch einmal von oben beobachten.
Von der Reaktion her, sei das Hubschrauberfliegen schon etwas anstrengender als das Fliegen von Flächenflugzeugen, denn es müsse gleichzeitig in alle Richtungen ausgesteuert werden, erläutert der zweite Vorsitzende Torsten Adler.
Es gebe sehr viele Anfragen von Interessierten, die sich für den Flugsport begeistern, sagte Adler. Jeder, der Lust auf diese Outdooraktivität habe, sei willkommen. Ab zehn Jahren bis ins hohe Alter könne jeder das Fliegen erlernen. Ungeübte können Teile der Steuerfunktion übernehmen und ein erfahrener Fluglehrer übernehme bei besonderen Situationen das Steuer. Im Gegensatz zum Flächenflugzeuge benötigen Drehflügler wenig Platz zum Starten und Landen.
Mit 18 Jahren hat der heute ambitionierte Modellbauer Michael Schwesinger mit dem Modellfliegen begonnen. Der Stukateurmeister kennt die Anfänge des Fliegens wie kein anderer. Heute, so Schwesinger, bestimme die Technik das Herz des Fliegers. Das Originalseiner "Wild Thing" ist um 1990 in Kuweit von der US-Armee eingesetzt gewesen, erklärte Schwesinger.
Klaus Reinwand hat die "Bell UH 1 D" zum Start gebracht und mit den 180 Zentimeter langen Rotorblättern tolle Flugmanöver präsentiert. Der Hubschrauber wird auch, so erklärte es der Hobbypilot "Teppichklopfer" genannt, da die Rotorgeräusche dem Ausklopfen eines Teppichs ähneln.
Hubschrauberfliegen sei gut für die geistige "rechts-links Koordination im Kopf", erklärte der erfahrene Modellflugpilot Peter Leicht, der mit fachkundigen Erläuterungen auch die vielen Starts kommentierte.
Mit seiner zweimotorigen Maschine hatte Wolfgang Stark nicht nur den Kids eine Freude bereitet. Sein Flieger sei prädestiniert dafür, etwas in den Rumpf zu laden. Und so fielen bei einem Überflug 500 Gramm Bonbons sehr zur Freude der großen und kleinen Besucher vom Himmel. des