Doch das spreche nicht gegen die Brandmelder - im Gegenteil. Weil die Geräte so empfindlich sind, dass sie auch auf Bohrstaub (wie neulich in einer Tiefgarage) oder Wasserdampf anspringen, melden sie Brände schon im Entstehen. Wenn die Feuerwehr dann eintrifft, hat meist das Personal vor Ort schon das Feuer ersticken oder den kokelnden Topf von der Platte in der Teeküche ziehen können.

Gerade im Altstadtbereich sei diese frühe Branderkennung wertvoll, sagt Stökl. Denn die Altstadt mit ihren eng bebauten Hinterhöfen und oft verwinkelten Gebäuden "sind vom vorbeugenden Brandschutz her nicht optimal." Wie sich ein Brand im Altstadtbereich entwickelt, "ist grundsätzlich nicht vorhersehbar". Aus heutiger Sicht seien die Gebäude ohnehin nicht mehr genehmigungsfähig, allein wegen der fehlenden Rettungswege und der Baustoffe.