Gerhard Schöne ist ein sanfter Weltverbesserer. Er schreibt keine Botschaften auf trotzig in die Luft gereckte Schilder. Er will nicht bekehren oder belehren. Er spielt nicht den moralisierenden Mahner oder den Verkünder wohlfeiler Wahrheiten. Wenn Gerhard Schöne mit seiner Gitarre auf der Bühne steht, stellt er singend manchmal Fragen, wie ein Kindermund sie stellt. Dennoch sind seine Lieder keine naive Weltflucht.

Gerhard Schöne singt buchstäblich von Gott und der Welt, von Himmel und Hölle und davon, dass die wahren Helden diejenigen sind, die sich Feinde zu Freunde machen. Ist Gerhard Schöne deshalb ein christlicher Liedermacher? Wer seinen Auftritt in der Reihe "Cultur im Contakt" in Coburg erlebt, könnte fast diesen Verdacht haben.