"Der neue Kindergarten ist toll, jetzt können wir hier spielen und lernen", sagen Liana und Leah, die zusammen mit ihren Kindergarten freunden Simon und Julian in den Kochtopf mit Nudeln greifen, der im Restaurant des neuen Kindergartens steht. Der evangelische Kindergarten wurde seit Ende Februar 2012 bis Ende 2103 umfassend energetisch saniert und um eine Kinderkrippe erweitert. Eine Krippe wurde bereits im Jahre 2009 ins Dachgeschoss eingebaut. In warmen, hellen, freundlichen Farben erstrahlen jetzt die Räume, darunter das Restaurant mit einer Küche und der Bewegungs- und Bauraum sowie der Rollenspiel- und Kreativraum. Natürlich sind auch die sanitären Anlagen für die Kinder und für das Personal vorhanden.

Im Obergeschoss ist ein Besprechungsraum untergebracht.
Im Kindergarten, in der Nähe des Hauses der Begegnung und des Schützenhauses gelegen, werden 75 Kindergartenkinder und 24 Krippenkinder von dem 15-köpfigen Team betreut.

Vor dem Fest war alles fertig

In diesem Jahr, kurz vor dem Kindergartenfest, wurde die Neugestaltung der Außenanlagen im großen Garten abgeschlossen. Bei dem kurzweiligen Fest, bei dem die Kinder als Handwerker, Köche, Maler und Zwerge einzogen, wurden den Besuchern auf spielerische Weise die einzelnen Räume des Kindergartens vorgestellt. Durch die obligatorische Schlüsselübergabe durch den Architekten Roland Schultheiß wurde der alte, neue Kindergarten an die Leiterin Gisela Salwender offiziell übergeben. Auch das Kindergartenteam und der Elternbeirat wirkten aktiv beim Festakt mit und brachten ein paar Lieder zu Gehör. Oder spielten mit den Handpuppen "Kaspar" und "Seppel".

Pfarrer Rolf Roßteuscher aus Niederfüllbach führte durch das interessant gestaltete Programm. Roßteuscher stellte den prominenten Gästen Fragen zum Kindergarten, die diese in ihren Grußworten beantworteten.
Architekt Schultheiß ging auf die vier Bauabschnitte ein und auf die Bauunterbrechung von zwei Jahren. Für die Erzieherinnen seien es harte Jahre gewesen. "Die Kinderbetreuung lief während der Bauphasen unter erschwerten Bedingungen und ohne Unterbrechung weiter", erklärte Schultheiß. Bei jedem Bauabschnitt habe es am alten Gebäude immer wieder neue Überraschungen gegeben, die die Bauzeit verlängert und Mehrkosten verursacht hätten.

Die Stromrechnung wird sinken

"Jetzt aber ist das Gebäude energieeffzient saniert", betonte Schultheiß. Der Rohbau wurde entkernt und gemäß der Vorgaben der Energieeinsparverordnung isoliert und ausgestattet. So erhielt die Fassade ein Wärmeverbundsystem. Darunter ist eine Verglasung mit Dreifach-Wärmeschutzgläsern. Für mollige Wärme im Winter sorgen ein Gasbrennwertgerät und eine Wärmepumpe. Im gesamten Haus wurde eine Fußbodenheizung verlegt.

Diese umfangreichen Maßnahmen werde der Träger, die Evangelische Kirche, bei den Energiekosten positiv spüren, betonte der Architekt. Die zahlreichen Gespräche mit dem Team des Kindergartens hätten sich gelohnt, denn die großen Räume böten viel Platz zum Spielen und Toben und ließen der Kreativität der Kinder freien Lauf.
So habe das Konzept des Kindergartens umgesetzt werden können. Denn auch die Einrichtungsgegenstände wurden nach den Bedürfnissen des Kindergartens gefertigt.

Stress und Spaß zugleich

Die Bauarbeiten, die insgesamt rund 1,5 Millionen Euro gekostet haben, wurden von heimischen Firmen ausgeführt. "Der Bau war stressig, hat aber auch viel Spaß gemacht", sagte der Architekt und überreichte neben dem Schlüssel auch ein flaches Kuvert mit Spenden der beteiligten Firmen für weitere Anschaffungen.
Die Leiterin Gisela Salwender war sichtlich froh, dass die Bauarbeiten vorbei sind. "Jetzt können wir uns wieder voll und ganz den Kindern widmen und müssen nicht daran denken, welcher Handwerker kommt", sagte die Leiterin, die einige Anekdoten aus der Bauzeit erzählte und allen Handwerkern Lob und Anerkennung für die Rücksichtnahme aussprach.

Landrat mit Teddy als Geschenk

Von einem gelungenen Werk und einer guten Investition in die Zukunft sprach Bürgermeister Udo Siegel (CSU/Bürgerblock). "Es wurden optimale Voraussetzungen geschaffen. In der heutigen Arbeitswelt werden ein guter Kindergarten und eine Kinderkrippe gebraucht", sagte er. Dekan Christoph Liebst war fast etwas neidisch, denn er habe in seiner Kinderzeit keinen Kindergarten genießen können. Landrat Michael Busch (SPD) kam nicht alleine, er hatte einen großen Teddy dabei.