Der fränkische Automobilzulieferer Brose treibt den angekündigten Abbau von 2000 Arbeitsplätzen voran. Für rund 900 Stellen gebe es bereits sozialverträgliche Lösungen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Weitere 1100 Stellen sollen bis Ende 2022 größtenteils mit Abfindungen abgebaut werden.

Am Standort Coburg entfallen demnach rund 440 Stellen, in Bamberg/Hallstadt etwa 280 und in Würzburg rund 180. In Wuppertal sollen außerdem 200 Arbeitsplätze in der Produktion und 35 in der Verwaltung gestrichen werden. Im Ausland müssten vor allem Angestellte um ihre Stellen bangen.

Schmerzliche Einschnitte bei Brose an den fränkischen Standorten

"Die Einschnitte sind schmerzlich", sagte Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose Gruppe. Doch nur so könne das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig bleiben.

Nach Einbrüchen im Frühjahr wegen der Corona-Krise habe sich der Umsatz wieder stabilisiert. Rund 4,8 Milliarden Euro wird das Unternehmen nach eigenen Angaben 2020 erwirtschaften. Mit 20 Prozent falle der Rückgang gegenüber dem Vorjahr geringer aus als befürchtet.

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