Der VfL Frohnlach empfängt mit dem SV Seligenporten eine der Spitzenmannschaften. Seligenporten hat die vergangenen drei Ligapartien allesamt für sich entschieden. Platz zwei ist das tolle Resultat in der Liga.
Auch im Verbandspokal (4:3 bei der SpVgg Bayreuth) war der SVS unter der Woche erfolgreich, wo der VfL noch eine Runde zuvor im zweiten Anlauf spät scheiterte.

In Frohnlach kann Seligenportens Trainerfuchs Karsten Wettberg nicht auf Pascal Rausch zurückgreifen. Der 23-jährige Stürmer befindet sich nach seinem Bänderriss im Aufbautraining. Doch auch so wird der Gast eine starke Truppe auf das Spielfeld schicken.

Abstiegskampf pur


Beim VfL Frohnlach selbst ist der Abstiegskampf nach vier Spielen ohne einen Dreier natürlich in vollem Gang. Daran ändert auch das starke Spiel am Mittwoch beim TSV Rain/Lech nichts, obwohl dort sogar mehr als das achtbare 1:1 möglich war.

VfL Coach Dieter Kurth lässt keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft da die drei Punkte hätte einfahren müssen und nicht nur wegen des nicht genutzten Elfmeters durch Kristian Böhnlein. Seinen Leistungsträger auf der Außenbahn nimmt er zudem in Schutz: "Er hat selbst mit seiner tollen Leistung in der letzten Serie die Maßstäbe gesetzt. Jetzt kommt hinzu, dass er in einer beruflichen Ausbildung steht. Immer auf Höchstleistung spielen ist ja gar nicht möglich."

Dennoch müssen die Jungs von Dieter Kurth gerade in Heimspielen immer an ihre Leistungsgrenzen gehen, um etwas zu holen, zu stark ist die Konkurrenz in der Regionalliga.

Rückstände kann man sich eigentlich nicht erlauben, was auch die Partie vor Wochenfrist gegen Aschaffenburg zeigte. Da war der Gegner in seiner Gesamtheit nicht einmal zu stark, doch er nahm alle Punkte mit, weil der VfL am Beginn zu viele Fehler machte, die Zuordnung zu oft nicht stimmte. Am Samstag werden solche Fehler sicher wieder ausgenutzt, und deshalb fordert Trainer Kurth Konzentration von Beginn an.

Der zuletzt wegen seiner 5. gelben Karte gesperrte Christian Beetz wird sicher wieder in die Viererkette rutschen, die aber in Rain sehr ordentlich spielte. Auch in der Torwartfrage, ist sich Kurth noch nicht sicher, wer gegen Seligenporten den Kasten hüten wird: "In Rain wollte ich mit der Hereinnahme von Rainer Hausner mal was ausprobieren, einen Reizpunkt setzen. Ich werde heute erst vor dem Spiel entscheiden, ob er wieder spielt oder ob Christian Beer zurückkommt. Wir haben zwei starke Keeper."

Fraglich ist auch ein Einsatz von Kapitän Bastian Renk, der immer noch angeschlagen ist. Er soll aber zumindest auf der Bank Platz nehmen. Die nächste Diskussion könnte der Sturm sein und Paul Scheller hat gute Karten, wieder von Beginn an die Richtung anzugeben.

Unabhängig, wer denn dann spielen wird, ist sicher, dass sich jeder Akteur zerreißen muss, wenn gegen Seligenporten die Gesamt- und Heimbilanz aufgebessert werden soll. Schönheitspreise gibt es nicht. Es zählen nur die Punkte im Abstiegskampf.