Die Hoteliers und Gastronomen in und um Coburg fühlen sich von der Stadt Coburg im Stich gelassen. Mit herber Kritik am städtischen Unternehmen Tourismus Coburg und am Regionalmanagement wandten sie sich an die IHK und holten sich Rückendeckung beim Präsidenten Friedrich Herdan. Wir sprachen mit dem sogenannten "Tourismus-Kümmerer" Stefan Hinterleitner, der direkt angegriffen wurde.

Herr Hinterleitner, trifft Sie die Kritik von Hotelier Bernd Glauben, das Regionalmanagement sei bisher nicht wirksam geworden? Und sehen Sie berechtigte Ansätze?
Stefan Hinterleitner: Grundsätzlich gebe ich den Gastronomen und Hoteliers recht. Den Vorwurf, es gebe keine schlüssige Tourismusstruktur und zu viele, die dabei mitmischen wollen, kann ich nur unterstreichen. Ich finde es ganz wichtig, dass wir Kräfte bündeln und endlich unsere Hausaufgaben im Bereich der Strukturierung machen. Das bedeutet auch, dass sich einige zurückziehen und auf andere Aufgaben konzentrieren müssen - ohne Eitelkeiten und Rücksicht auf eigene Interessen.

Zum Beispiel?
Ganz konkret würde ich der Initiative Rodachtal und dem Touristikverein Itzgrund raten, ihre Marketingaktivitäten ganz einzustellen und nach bisheriger Struktur dem Tourismus Coburg zu überlassen.

Wie stehen Sie dazu, dass Waltraud Gulder gekündigt hat und die Stelle des Tourismus-Chefs neu ausgeschrieben wird. Gesucht wird ein Tourismusfachmann oder eine - fachfrau. Wäre das nicht auch interessant für Sie?
Es ist ganz wichtig, dass die Stelle wieder besetzt wird - und zwar mit einem Tourismusexperten. Ich persönlich habe keine spezielle Ausbildung dafür und ich sehe mich sicherlich nicht als möglichen Ersatz für Frau Gulder.

Könnten Sie sich vorstellen, dass das Regionalmangement das Dach für die Tourismusarbeit in Coburg Stadt und Land bildet?
Ja, wenn die Politik dieses will.

Aber Sie sind doch der "Tourismus-Kümmerer"...
Aber ich verstehe mich im Moment nur als das Bindeglied zwischen dem Tourismus und den Hoteliers und Gastronomen. Wir arbeiten tatsächlich noch nicht so, wie wir es gerne möchten, da verschiedene Voraussetzungen nicht gegeben sind.

Das vollständige Interview lesen Sie im Coburger Tageblatt