"Seit 1989 beschäftige ich mich mit Puppenkunst. 2004 habe ich zum ersten Mal am MOAP teilgenommen und wurde prompt Preisträgerin. Auch 2005 und 2011 war ich mit einer meiner Kreationen erfolgreich. Da wollte ich auch heuer wieder mit dabei sein", erzählt Anna Meyer, Jahrgang 1960, aus München. Und in diesem Jahr war sie gleich mit drei Kunstwerken unter den Preisträgerinnen vertreten.
"Die übliche Puppenkunst hat mich eigentlich nie interessiert, aber Gnome und Elfen waren meine Welt", beschreibt die Künstlerin ihr Metier. "Aber bei den Ausschreibungen zum Neustadter Kunstpreis habe ich gemerkt, dass noch viel mehr möglich ist, dass neue Stilrichtungen möglich sind. Es ist spannend und interessant, sich mit bestimmten Themen zu beschäftigen und diese dann künstlerisch umzusetzen. Ja, die Teilnahme am MOAP setzt neue Ideen frei", freut sich Meyer.

Besondere Kinderdarstellung


In der Kategorie beste Kinderdarstellung hatte das ethnische Kinderpaar einer Volksgruppe im Himalaya von Silke Friedrich (Braunschweig) die Nase vorn. Für die Kategorie "Jugendlichendarstellung" wurden keine Werke eingereicht und für die "Erwachsenendarstellung" wurde kein Preis vergeben. Den Preis für die beste Porträtpuppe konnte sich Anna Linberger (Straußberg) mit nach Hause nehmen. Das gekürte Werk, die Darstellung der Schauspielerin Kristen Stewart, ist in Form einer technisch anspruchsvollen Gelenkpuppe aus Porzellan perfekt dargestellt.

Ehre für Gesamtwerk


Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) blieb es überlassen, den Preis für das beste Gesamtwerk eines etablierten Künstlers zu überreichen. In diesem Jahr ging er an Anne Kohlschmidt (Eggesdorf). "So geradlinig, schnörkellos, ruhig und bescheiden, wie ihre Puppen, ist auch die Künstlerin", sagte Rebhan bei der Ehrung. Sichtlich gerührt nahm Kohlschmidt den Neustadter "Puppen-Oskar" entgegen.

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