500 Königshochzeiten hat Hartmut Steinhauser zusammen seiner Frau und seinem sechs Mann starken Belegstellenteam im Jahr geschlossen. Nach 20 Jahren als Leiter der Belegstelle am "Michaelsgraben" bei Frohnlach ist Steinhauser vom Kreisverband der Coburger Imker bei der Versammlung im Gasthaus Schaller mit der Züchternadel in Gold ausgezeichnet worden. Dies ist eine der höchsten Ehrungen des Landesverbands.
Bezirksvorsitzender Rüdiger Wintersperger bezeichnete Steinhaus als "praktisch veranlagten Menschen, der anpackt und umsetzt". Er sei der Kopf des gesamten Teams der Belegstelle gewesen, betonte der Bezirksvorsitzende. Regelmäßig habe sich die Belegstelle Leistungsprüfungen unterzogen - zuletzt 2012. Die umfangreiche Dokumentation für das Qualitätsmanagement wurde von Steinhausers Ehefrau Inge gewissenhaft erledigt.
"Probleme verscheucht man nicht durch wegschauen", sagte der Bezirksvorsitzende über den scheidenden Belegstellenleiter.
Sylvia Franz (Vorsitzende der Coburger Imker) kündigte an, dass der Kreisverband den Oberfränkischen Imkertag in Ebrach und den Bezirksimkertag in Straubing besuchen will. Es sei bedauerlich, dass Inge und Hartmut Steinhauser die Belegstelle nicht mehr weiterführen wollen. Deshalb rief die Kreisvorsitzende dazu auf, dass sich Imker finden, um die Belegstelle weiter zu führen. "Wir wollen unsere Königinnen aus der Region erhalten. Sie sind unser Klima gewöhnt", sagte Franz.
Der Öffentlichkeit werden sich die Imker im Coburger Land bei der Oberfrankenausstellung durch die Vereine aus Coburg und Gemünda präsentieren. Auch im Landratsamt soll eine Ausstellung durchgeführt werden. "Wir wollen auch in den Sommermonaten mit einem Stand in der Fußgängerzone über die Imkerei informieren", erklärte die Vorsitzende. Aufklärung sei immer wieder notwendig, damit kein falsches Bild über die Imkerei in Deutschland entstehe.
"Im Kreis Coburg gibt es im Moment nichts aufregendes", stand im Bericht der Gesundheitswartin Manuela Müller, der von Sylvia Franz verlesen wurde. Im Nachbarlandkreis Kronach wüte dagegen zur Zeit ganz massiv die Faulbrut. Deshalb rief die Gesundheitswartin dazu auf, alte Wabenbeuten und anderes Handwerkszeug sachgerecht zu entsorgen.

Honig ist wertvoll

Landrat Michael Busch (SPD) wusste als Kreisvorsitzender der 70 Obst- und Gartenbauvereine: "Bienen und der Gartenbau gehören zusammen." Die Bienen seien es, die einen wertvollen Beitrag zum Naturkreislauf leisten. "Die Farbenpracht in der Natur ist ein Verdienst der Bienen", sagte Busch. Man stehe in der Pflicht, Lebensraum für die Natur zu erhalten. "Honig ist ein wertvolles Lebensmittel und Energielieferant", betonte Busch. mst