Im ausverkauften Stadion der Hochschule Coburg entließ das Gymnasium Ernestinum am Freitag seine 83 Abiturientinnen und Abiturienten mit einer feierlichen Siegerehrung in die Freiheit. Es war nicht zu übersehen und zu überhören: Das Thema Fußball regierte die gesamte Feier.

Bei dieser Saisonabschlussfeier des FC Ernes blickten die Jahrgangsstufensprecher Anna Scholze und Christian Dressel noch einmal auf die vergangenen zwei Jahre zurück. "Unter unserem Chefcoach und Stufenbetreuer Günter Gebauer schafften wir es, in nur zwei Saisons die Meisterschaft zu holen. Das ist sensationell", freute sich Christian Dressel.

Nicht immer seien alle Spieler mit vollem Eifer bei der Sache gewesen und oft habe auch der ein oder andere eine Trainingseinheit geschwänzt. Durch gezielten Einsatz ihrer Kräfte und der "Five to survive"-Taktik gelang es der Abiturmannschaft des Ernestinums trotzdem, mit allen 83 Spielern und einer klasse Mannschaftsleistung die Meisterschaft, also das Abitur, zu holen. Den einen gelang das besser, manch anderen weniger gut. "Wie in jeder Mannschaft gab es auch bei uns introvertierte und herausragende Spieler", erzählte Christian Dressel.

Stipendien und Buchpreise

Für ihre herausragenden Leistungen, das Abitur mit der Eins vor dem Komma oder besonderes Engagement im Schulleben, wurden bei der Verabschiedung 23 Schüler von Schulleiter Bernd Jakob ausgezeichnet. Einige von ihnen wurden nicht nur mit einem überdurchschnittlichen Abitur oder einem Buchpreis belohnt, sondern erhielten direkt ein Stipendium oder wurden für ein solches vorgeschlagen.

In seiner Rede beglückwünschte der Schulleiter alle Abiturienten zum Bestehen ihres Abiturs und hielt sie an, sich nicht nur an den neuesten Entwicklungen zu orientieren, sondern auch an Dingen festzuhalten, die auf den ersten Blick vielleicht altmodisch erschienen. "Ich finde, ein Blick auf die himmlischen Tugenden lohnt sich auch heute noch", ist Bernd Jakob überzeugt. So sei es auch heutzutage noch klug, sich an den Tugenden Mildtätigkeit, Demut, Geduld, Wohlwollen, Keuschheit, Mäßigung und Fließ zu orientieren.

"Die Meisterschaft hat es uns ermöglicht, in die Champions League zu kommen", verglich Anna Scholze die Schulzeit mit dem Leben danach. "Um auch in der Champions League gute Leistungen zu erzielen, sollte jeder auf seine Stärken vertrauen und Chancen wahrnehmen."

Getreu dem Motto des neuen Bayern-Trainers, Pep Guardiola, "Schnallt euch an, wir werden Spaß haben", verabschiedeten sich die Abiturienten des Ernestinums aus ihrer Schulzeit in einen neuen Lebensabschnitt.