Rückert sieht sich dazu durch einen Brief von Konrad Thomas veranlasst, der das Freizeit-Fußballturnier "als Rufschädigung für den Fußballsport" bezeichnet. Rückert wird in dem Schreiben ausdrücklich aufgefordert, "nachzuprüfen, in wie weit auf fahrlässige Weise gegen das Jugendschutzgesetz und gegen Sicherheitsauflagen verstoßen wurde".
Das 24-Stunden-Fußballturniert namens "Budenzauber 2012" sorgt seit Dienstag für Diskussionen. An diesem Tage berichtete das Tageblatt darüber, dass es im Zuge des Turniers einige Schäden in der HUK-Coburg-Arena gegeben hatte. Die Reaktionen auf verschiedenen Facebook-Seiten im Internet ließen nicht auf sich warten. Veranstalter Heiko Bayerlieb sieht seinen Ruf geschädigt, wie sich aus seinen Stellungnahmen im Internet ersehen lässt. Vor allem drehte sich die Diskussion schnell um die Frage, ob die Veranstaltung eher sportlichen oder Party-Charakter hatte.
Dass Freizeit-Sportturniere auch etwas mit Party zu tun haben, ist auch Jürgen Rückert klar. Er und sein Vater Peter, seines Zeichens Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) fordern jedoch, dass dabei auch Regeln eingehalten werden. "Warum hat sein Sicherheitsdienst nicht funktioniert?" fragt Peter Rückert angesichts des Vorwurfs, es seien nur zwei Sicherheitskräfte zu sehen gewesen, und die Sportler seien mit Hallenschuhen sowohl zum Schnellrestaurant gegenüber der Halle als auch zum Getränkemarkt auf dem Nachbargrundstück gepilgert. So schildert es Konrad Thomas in seinem Brief.

Hätte die Stadt, die die Halle ja vergibt, also wissen müssen, worauf sie sich einlässt? Das Turnier war schon seit Monaten gebucht. Man habe mit dem Veranstalter im Vorfeld geredet, sagt Stadt-Sprecher Michael Selzer. Der habe den "Budenzauber" nämlich als "Party auf vier Areas oder so ähnlich" bewerben wollen. Da sei die Stadt eingeschritten. Die Benutzungsordnung für die HUK-Coburg-Arena erlaubt Veranstaltungen mit primär sportlichem Charakter. Entsprechend seien die Auflagen erlassen worden: Hochprozentige alkoholische Getränke auszuschenken war nicht erlaubt.
Der Stadt sei durch den "Budenzauber" auch kein materieller Schaden entstanden, betont Selzer: Für die Schäden an den Lampen und Wänden hafte der Veranstalter. Und: "Wir haben dazu gelernt."

Mehr zum Thema in der Print-Ausgabe des Coburger Tageblatts vom 14./15. Januar.