Schräg - dieses programmatische Etikett der "Freistaat"-Reihe darf sich dieser Abend fraglos mit Recht anheften. Der Stoff freilich, der dieses grelle Bühnenspektakel in Gang setzt, entspringt mitnichten der überbordenden Fantasie eines allzu skurril veranlagten Regisseurs. Der Stoff basiert vielmehr auf realen Begebenheiten aus den Kategorien skurril bis abstrus. Zu Gehör gebracht werden Fälle von Menschen, die allesamt als Kandidaten für die Vergabe des ominösen Darwin-Awards in Frage kommen.


Schrille Persiflage


Das "Freistaat"-Team macht daraus eine schrille Persiflage auf den Talkshow-Wahn der schier pausenlos auf allen Kanälen konkurrierenden TV-Sender, die Abend für Abend vermeintliche oder tatsächliche Experten zu den unterschiedlichsten Themen versammeln.
Den Soundtrack liefern Hits der sogenannten Disko-Ära von "Staying Alive" bis "Dancing
Queen" und "Daddy Cool".
Mit rasanter Spielfreude machen Sandrina Nitschke, Philippine Pachl, Mathias Renneisen, Sönke Schnitzer und Thomas Straus als Talkshow-Runde sowie Michael Götz als Kameramann mit einer Afrolook-Perücke im Albino-Modus aus diesen Zutaten einen Abend, der sich dieses "Freistaat"-Attribut wirklich verdient: schrill.