26 Grad, strahlend blauer Himmel und tausende von begeisterten Samba-Fans - so hatte sich der brasilianische Capoeira-Tänzer Paulo Lopes das Coburger Festival vorgestellt, als ihm davon vorgeschwärmt wurde. Und dann so etwas: Am Freitagabend waren es 16 Grad, und der Himmel wechselte ab zwischen mausgrau und aschgrau und schickte auch noch regelmäßig Regen. Aber: Tausende begeisterte Samba-Fans waren trotzdem da. Deshalb darf man Paulo Lopes auch ruhig glauben, dass er es ernst meinte, als er bei der offiziellen Eröffnung von der Schlossplatz-Bühne rief: "Es ist wunderbar hier!"


Durchhalteparolen gab es auch von Oberbürgermeister Norbert Kastner ("Wir lassen uns doch nicht vom Regen abschrecken!") und von Sambaco-Chef Christof Pilarzyk: "Da hinten wird's schon hell!"


Erst mit Verspätung zur Eröffnung kamen die beiden Stargäste Motsi Mabuse und Fernanda Brandao auf die Bühne. Der Grund: Der Ansturm auf die Autogrammstunde der beiden Schönheiten war so riesig, dass spontan fast zwei Stunden daraus gemacht wurden. Denn möglichst kein Fan sollte enttäuscht werden. Der Samba-Zeitplan war somit gehörig durcheinandergewirbelt. Aber auch das macht einem wahren Sambista nichts aus. Hauptsache, die Musik und die Stimmung passen. Dann kann man sich treiben lassen durch ein brasilianisches Wochenende. Und da hinten, ganz da hinten, wurde es ja auch schon etwas heller. os