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Coburg
Corona-Pandemie

Freibad in Oberfranken: Hier dürfen Sie nur im Kreis schwimmen

Am Samstag öffnet das Sommerbad in Coburg wieder. Maximal 533 Besucher gleichzeitig sind möglich. Hallenbad und Spielbereiche bleiben zu. Welche Regeln sonst noch beachtet werden müssen.
 
Strikte Regeln für die Schwimmer im Sportbecken: Kreisverkehr muss herrschen mit vorgeschriebenem Ein- und Ausstieg. Erlaubt sind maximal zehn Personen. Foto: Christoph Winter
Strikte Regeln für die Schwimmer im Sportbecken: Kreisverkehr muss herrschen mit vorgeschriebenem Ein- und Ausstieg. Erlaubt sind maximal zehn Personen. Foto: Christoph Winter

Das Coburger Sommerbad öffnet wieder am Samstag. Ab dem 13. Juni dürfen sich maximal 533 Gäste gleichzeitig im Aquaria aufhalten, es sind viele Regeln zu beachten. "Ohne Corona würde es keine Pressekonferenz zur Eröffnung des Freibades geben", sagte SÜC-Geschäftsführer Wilhelm Austen am Mittwoch. Da die Infektionsgefahr durch das Virus immer noch sehr hoch und gegeben sei, die Gesundheit der Badegäste und des Personals jedoch Priorität genieße, seien Einschränkungen im Vergleich zu den früheren Jahren nicht zu umgehen. "Einen normalen Betrieb im Sommer 2020 wird es nicht geben." Austen appellierte an die Vernunft und das Verständnis der Besucher.

Allgegenwärtig sind auf dem weitläufigen Gelände Hinweisschilder, Absperrungen und Einbahnregelungen. Die Badegäste sind zu einem Abstand von 1,50 Meter zueinander aufgefordert. Geschwommen werden muss im Sportbecken auf den vier mit Leinen markierten Doppelbahnen im Kreisverkehr. Es gibt zwei normale Bahnen, eine für gemütliches Schwimmen und eine Sportschimmer-Bahn. "Auf jeder Bahn", so erläuterte Betriebsleiter Jörn Kirchner, "dürfen sich maximal zehn Personen bewegen. Das wird konsequent und ständig kontrolliert." Am Beckenrand sitzen und die Füße im Wasser baumeln lassen, das gibt es im Corona-Sommer 2020 auch nicht. Geöffnet sind weiter nur das Ein- und Drei-Meter-Sprungbrett und der Kiosk der Außengastronomie. Alle anderen Becken sind gesperrt.

An der Kasse soll es schnell gehen

Das Aquaria hat in dieser Saison täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, Einlassschluss ist um 18 Uhr. Die Tageskarte kostet für Erwachsene vier, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren zahlen zwei Euro, Kinder unter vier Jahren dürfen so hinein. "Wir haben einfache Tarife gewählt, um die Kontakte und Zeitdauer an der Kasse zu minimieren", erläutert der Betriebsleiter. Alle anderen Tarife entfallen. Am liebsten sehe er ohnehin eine bargeldlose Zahlung, sagt Kirchner. Maximal 500 Eintrittskarten können ab 14 Uhr jeweils für die folgenden drei Tage gebucht werden. Restkarten sind bis 9 Uhr für den gleichen Tag via Internet zu kaufen. Solange Karten vorhanden sind, ist auch ein spontaner Besuch im Freibad möglich - aber ohne Gewähr.

Die Schwimmvereine können von Montag bis Samstag von 19.30 bis 21 Uhr wieder trainieren. Schwimmkurse für Kinder hat es nach den Worten von Jörn Kirchner immer nur im Hallenbad gegeben. "Aber dafür und die Sauna haben wir noch keine Betriebsgenehmigung."

Geschlossen sind die Sammelumkleiden; Duschen und Toiletten wurden so umgebaut, dass jeweils nur zwei davon geöffnet sind. Mund-Nasen-Schutz ist in der Eingangshalle und im Umkleidebereich vorgeschrieben. Alle 30 Minuten reinigen und desinfizieren die Mitarbeiter die Duschen. Die Desinfektionspflicht ist auch der Grund, warum im gesamten Bad alle Sitzmöbel, Bänke und Liegen demontiert wurden. "Die müssten wir nach jeder Benutzung desinfizieren, das schaffen wir nicht", so Jörn Kirchner. Schade sei natürlich, dass der Spielbereich und das Kinderbecken nicht zur Verfügung stünden, "aber wir sind froh, überhaupt noch öffnen zu können."

Wichtige Information: Geschlossen bleiben im Aquaria: Wellenbecken, Hallenbad inklusive der Wasserrutsche, Saunalandschaft, Innengastronomie, Volley-, Basket- und Fußballfeld, Kinderbecken, Spielplatz, FKK-Bereich, Parkplatz vor dem Schwimmbad.